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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Das spricht für den Abgang des Werder-Kapitäns

17.05.2019

Bremen „Max wird alles ausreizen. Aber ich bin eher skeptisch.“ Mit dieser Aussage beschrieb Florian Kohfeldt am Donnerstag den Fitnesszustand seines am Oberschenkel verletzten Kapitäns Max Kruse mit Blick auf das Heimspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen RB Leipzig.

„Max wird alles ausreizen. Aber ich bin eher skeptisch“, hätte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Werder Bremer aber genauso gut über Kruses Vertragspoker sagen können. Der 31-Jährige pokert, er zockt, er reizt die Geduld der Bremer komplett aus – und die äußern sich immer skeptischer, dass ihr vielseitigster Spieler in der Offensive bleiben wird.

Man hat sogar das Gefühl, Trainer und Verantwortliche gehen auf Distanz. „Wir werden in der nächsten Saison einen guten Kader haben. Max ist ein wichtiger Spieler für uns, aber man sollte sich nicht in Abhängigkeiten begeben“, sagte Kohfeldt am Donnerstag auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem letzten Heimspiel, in dem Werder mit einem Sieg noch den siebten Platz erreichen kann. Jener Rang, der für das Ziel Europa League berechtigt.

Dieser Europapokal wäre eines der gewichtigsten Argumente, mit denen Werder den Unterschiedspieler doch noch überzeugen könnte. Die Chancen auf eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus sinken jedoch. Hatte Frank Baumann wochenlang stets darauf verwiesen, dass Werder gute Argumente habe, um Kruse zu halten, meinte der Bremer Manager nun: „Wir brauchen Planungssicherheit. Es kann einen Zeitpunkt geben, zu dem wir dann sagen, dass es zu spät ist.“ Dieser, so Baumann, sei noch nicht erreicht. Es könne sein, so der frühere Profi gewohnt zurückhaltend, dass Kruse nicht mehr für Werder spiele, „es kann aber auch sein, dass er nächste Saison das Werder-Trikot trägt.“

Die Zeiten, in denen Werder geduldig abwartete, scheinen jedenfalls vorbei. Der Druck auf den extrovertierten Linksfuß steigt, der Ton wird deutlich rauer. „Max hat den Wunsch, noch einmal was anderes Großes zu machen“, gab Baumann preis. „Aber der Transfermarkt beginnt erst später richtig“, machte der Sportchef deutlich, dass er auf dieses „später“ gern verzichten würde, um die Kaderplanung abzuschließen.

Werder hatte zuletzt betont, dass der Verein eine Entscheidung bis zum Saisonende fordere. Dieses steht nun unmittelbar bevor. Am Montag (18.15 Uhr) spielen die Bremer im Marschwegstadion beim Regionalligisten VfL Oldenburg ihr letztes Testspiel. „Wenn die Mannschaft am Dienstag in den Urlaub geht, kann es sein, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde. Irgendwann werden wir aber eine Entscheidung treffen“, sagte Baumann.

Deutlich positiver gestaltet sich da schon die Situation bei Claudio Pizarro. Der 40-Jährige hatte sich zuletzt bereits positioniert, dass er gern noch ein weiteres Jahr kicken würde. „Beide wollen, jetzt müssen wir uns auf einen Vertrag einigen“, sagte Baumann am Donnerstag. Es werde Gespräche in den nächsten Tagen und Wochen geben.

Eine Entscheidung gefallen ist bereits bei Aron Johannsson. Der 28-jährige Stürmer erhält nach vier Jahren an der Weser keinen neuen Vertrag. „Er hatte viel Pech. Daher sind wir mit ihm übereingekommen, dass für ihn jetzt etwas anderes sinnvoll ist“, sagte Baumann über Johannsson, der seit seinem Wechsel im Sommer 2015 für rund vier Millionen Euro von AZ Alkmaar aufgrund vieler Verletzungen auf lediglich 27 Bundesliga-Einsätze mit vier Toren für Werder kam.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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