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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Tonlage passt zum Tabellenplatz

15.02.2020

Bremen /Leipzig Der Ton wird rauer, die Störgeräusche rund um Werder Bremen nehmen zu. Während sich das Team von Trainer Florian Kohfeldt seit Mittwoch in Sachsen auf das nächste Spiel im Abstiegskampf bei RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr) vorbereitet und Nebenkriegsschauplätze so gut es geht ausblendet, melden sich immer mehr ehemalige Spieler und Funktionäre zu Wort. „Der Trainer erklärt jeden Kram, das kommt sehr altklug rüber“, sagte der frühere Werder-Torwart Frank Rost dem TV-Sender Sky. Für Fußballteams im Bundesliga-Abstiegskampf gehören solche Angriffe von der Seite zum Krisen-Alltag, im sonst so ruhigen Bremer Umfeld sind Anzahl und teilweise auch Deutlichkeit der kritischen Stimmen aber ungewohnt.

„Jetzt hat man noch Clemens Fritz dazu geholt, man sollte ihn das gleich alles machen lassen“, sagte Rost (46): „Er ist ein guter Mann. Auch das zeigt ein wenig, dass man mit seinem Latein am Ende ist, wenn man auf solche Schachzüge zurückgreift.“ Fritz war auf Wunsch Kohfeldts mit nach Leipzig gereist. Der Ex-Nationalspieler soll dem Team in Gesprächen mit seiner Erfahrung helfen.

„Es gibt nochmal neue Sichtweisen“, berichtete Kohfeldt am Freitag in einem Vereinsvideo aus dem Trainingslager: „Deswegen glaube ich, dass der Effekt eingetreten ist, den wir uns von dem Kurz-Trainingslager erhofft haben.“

Fakt ist: Kohfeldt und Werder ziehen schon früh in der Rückrunde viele Register. Das Kurz-Trainingslager soll ein Aufbruch-Signal sein, Fritz und Team-Psychologe Andreas Marlovits sind als zusätzliche Unterstützung dabei, Winter-Zugang und Hoffnungsträger Davie Selke ist ebenfalls mitgefahren, obwohl er gelbgesperrt ist.

Ob sich die Maßnahmen kurzfristig auswirken, darf zumindest bezweifelt werden. Nach dem Spiel beim Tabellenzweiten tritt der Vorletzte Werder gegen Titelkandidat Borussia Dortmund an. Kaum jemand an der Weser rechnet mit dem Start der großen Aufholjagd ausgerechnet gegen diese beiden namhaften Gegner.

Wie schwer die kommenden Spiele werden, weiß natürlich auch Kohfeldt, auch wenn Werder beim 3:2-Sieg im DFB-Pokal gegen den BVB gezeigt hat, dass man an guten Tagen mit Spitzenteams mithalten kann. Für ihn ist das Trainingslager nicht nur mit Blick auf das Duell mit dem Red-Bull-Club wichtig. Es soll „einen weiteren Effekt“ haben, Stabilität schaffen und das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Kohfeldt genießt bei den Werder-Verantwortlichen auch dieser Tage demonstrativ Rückendeckung. Der frühere Bremer Manager Klaus Allofs hält es dagegen für falsch, „eine Trennung auch in den internen Gedanken absolut kategorisch auszuschließen“. Es könne „selbst bei Werder nicht in Stein gemeißelt sein, mit Florian Kohfeldt in die 2. Liga zu gehen“, schrieb der Ex-Funktionär in einem Beitrag für das Fachmagazin „Kicker“. Allofs hatte bei Werder lange mit Trainer Thomas Schaaf zusammengearbeitet. Letztlich verließ aber Allofs als erster von den beiden den Club. Er ging im November 2012, im Mai 2013 trennten sich Werder und Schaaf.

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