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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Nach 0:3 In Leipzig: Werder liefert weiter Durchhalteparolen

17.02.2020

Bremen Als die achte Niederlage in den vergangenen neun Partien in der Fußball-Bundesliga feststand, beteuerte Frank Baumann das, was er seit Wochen beteuert. „Wir haben die Überzeugung in die Arbeit von Florian“, sagte der Manager von Werder Bremen auch nach dem 0:3 bei RB Leipzig, bei dem der Tabellenvorletzte völlig chancenlos war und glücklich sein konnte, dass die Sachsen bereits nach 60 Minuten den Schongang mit Blick auf das Champions-League-Achtelfinale an diesem Mittwoch gegen Tottenham Hotspur eingelegt hatten. „Irgendwann wird der Tag kommen, an dem Florian kein Trainer bei Werder Bremen mehr ist“, sagte Baumann noch: „Aber wir sind absolut davon überzeugt, dass dieser Tag auch in der nächsten Zeit nicht gekommen sein wird.“

Aus Bremen nichts Neues – so in etwa könnte man das Gastspiel Werders trotz des Kurz-Trainingslagers zuvor zusammenfassen. Wieder hatte Werder zwei Gegentore nach Standardsituationen kassiert – das 0:1 durch Lukas Klostermann (18. Minute) und das 0:2 durch Patrik Schick (39.). Wieder war Werder ohne eigenen Treffer geblieben – seit 700 Minuten hat die Mannschaft kein eigenes Tor erzielt (Eigentore der Gegner ausgerechnet). Wieder hatte sich in Kevin Vogt ein wichtiger Stammspieler eine Verletzung zugezogen, der mindestens in den nächsten beiden Partien fehlen wird. Wieder hatte sich in Maximilian Eggestein eine Stammkraft die fünfte Gelbe Karte eingefangen und fehlt an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund. Und wieder musste Baumann jene Durchhalteparolen liefern, die immer mehr Anhänger nicht mehr hören können.

„Ich sehe jeden Tag, wie Florian mit der Mannschaft arbeitet, wie akribisch er sie vorbereitet. Er erreicht die Mannschaft, sie steht hinter ihm. Es gibt keine Veranlassung, daran zu zweifeln“, machte Baumann klar, dass Kohfeldt auch gegen den BVB und wohl sogar darüber hinaus weiter verlieren darf. Jedes Spiel sei eine „neue Hoffnung“, griff Baumann noch ganz tief in das Phrasenschwein.

Der Trainer selbst gestand ein, wie sehr ihm der abermals enttäuschende Auftritt seiner Mannschaft zusetzt. „Das ist mehr als ein Job für mich. Ich bin seit über 20 Jahren im Verein, da stecke ich die aktuelle Situation auch nicht so einfach weg“, meinte Kohfeldt. Das dürfe aber kein Faktor in seiner Arbeit sein, „sonst hätten nämlich 80 000 Leute das Anrecht auf den Trainerjob. Ich muss der Mannschaft Lösungen anbieten können und sie muss mir vertrauen. Dieses Gefühl habe ich.“ Dieses Gefühl bekomme er zudem von den Verantwortlichen, auch wenn er wisse: „Werder Bremen ist wichtiger als einzelne Personen und dementsprechend wichtiger als ich.“

So einträchtig die Verantwortlichen, der Trainer und auch die Spieler – alle befragten Profis betonten unisono, dass sie hinter Kohfeldt stünden und an ihn glaubten – in den Interviews auch auftreten: Auf dem Platz wirkte Werder erneut wie ein Absteiger. Wie leicht die Bremer ihre Standard-Gegentore 16 und 17 kassierten (Liga-Minuswert), war erschreckend – zumal bei den ruhenden Bällen die zweifellos höhere Klasse im Leipziger Kader nur bedingt eine Rolle spielt. Wie simpel sich dann die Abwehr nur wenige Sekunden nach der Halbzeit durch einen banalen langen Pass zum 0:3 durch Nordi Mukiele (46.) übertölpeln ließ, spricht nicht gerade für die Pausenansprache Kohfeldts. Woher der Impuls zu einer Bremer Wende in dieser Saison noch kommen soll, wenn nicht durch einen Trainerwechsel, wird bei der eingefahrenen Lage immer fraglicher.

Ein Satz von Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann sprach indes Bände. „Auch Bremen hat versucht, ein Tor zu erzielen“, sagte der RB-Coach höflich. Deutlicher wurde da schon sein Torschütze: „Ich erinnere mich nicht an eine Bremer Chance“, sagte Patrik Schick – und hatte vollauf Recht damit.

Gegen die Dortmunder, gegen die der 3:2-Coup im Pokal-Achtelfinale vor rund zwei Wochen gelungen war, fehlen nun also auch noch Eggestein und Vogt. Der Winter-Zugang handelte sich „einen Einriss am Sehnenansatz der Beugemuskulatur des hinteren Oberschenkels am Knie“ ein, wie Werder mitteilte. Mindestens zwei Spiele fällt er genau wie Fin Bartels (Adduktorenprobleme) aus. Das Personal wird wieder weniger, noch schlimmer ist: Vogt war so etwas wie der Lichtblick in Leipzig – kämpfte, grätschte, führte an. Werders anfällige Defensive wird ohne den zentralen Verteidiger geschwächter sein.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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