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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Nach Abstieg in 2. Bundesliga: So plant Werder den Neuanfang – und zwar mit Frank Baumann

25.05.2021

Bremen Am Pfingstmontag um 9 Uhr startete der SV Werder mit den großen Änderungen. „Davie Selke kehrt nach Berlin zurück“, teilte der Club mit. Eine Formalie, denn der Leihvertrag des Stürmers, der für viele ein Gesicht des Bremer Abstiegs ist, endet – und die Kaufverpflichtung hätte nur gegriffen, wenn Werder erstklassig gewesen wäre. Das aber gehört seit Samstag, nach 40 Jahren durchgängiger Ligazugehörigkeit des Tabellendritten der ewigen Bundesligatabelle, der Vergangenheit an. Nach Jahren des sportlichen und wirtschaftlichen Niedergangs stellen sich viele Fragen, wie es jetzt weitergeht.

Gibt es personelle Konsequenzen?

Auf Spielerebene wird es viele geben, in der Führungsetage nicht. Sportchef Frank Baumann, bei den Fanprotesten nach dem 2:4 gegen Gladbach lautstark zum Rücktritt aufgefordert, will weitermachen. „Weil ich davon überzeugt bin, dass ich in der jetzigen Situation der richtige Mann für Werder bin“, sagte er bei Sport 1. Baumann steht für seine Transferpolitik und für sein zu langes Festhalten an Ex-Trainer Florian Kohfeldt stark in der Kritik. „Wir haben keine Zeit zu verlieren. Es müssen jetzt schnell, aber auch sorgfältig Entscheidungen getroffen werden“, sagte Baumann.

Was sagt der Aufsichtsrat?

Über Baumanns Zukunft befindet der Aufsichtsrat – und der soll sich laut „Bild-Zeitung am Montagabend für ihn entschieden haben. „Es ist der klare Wunsch des Aufsichtsrates, dass wir die Aufgaben in den kommenden Wochen in der aktuellen Konstellation angehen. Bei uns klebt keiner an seinem Stuhl“, sagte Finanzchef Klaus Filbry dem NDR. Aufsichtsratsboss Marco Bode („Ich werde nicht davonlaufen“) meinte: „Meine Überzeugung gegenüber Frank ist nach wie vor vorhanden.“

Was gibt es Neues in der Trainerfrage?

Die wichtigste Personalie im zweiten Zweitligajahr nach der Saison 1980/81 ist noch ungeklärt. Wer wird neuer Werder-Trainer? Er verspüre eine „große Leere“, sagte Thomas Schaaf, nachdem seine Rettermission nach nur einem Spiel mit dem desolaten 2:4 gegen Gladbach gescheitert war. Bis „Ende Mai, spätestens in den ersten Juni-Tagen“ will Baumann einen neuen Mann präsentieren, der dieses Mal von außen kommen soll. Einige Namen, wie der von Ole Werner, der mit Holstein Kiel in der Relegation um den Erstliga-Aufstieg spielt, brodeln in der Gerüchteküche. Einen klaren Favoriten scheint es aber noch nicht zu geben.

Was ändert sich im Kader?

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen schlagkräftigen Kader für die Zweite Liga zusammenstellen, mit dem wir oben mitspielen können“, sagte Filbry. Baumann will „Rahmenbedingungen schaffen, dass wir direkt wieder aufsteigen können“. Werder hat den Vorteil, dass fast alle laufenden Spielerverträge in Liga zwei auch gelten und sich die Gehälter automatisch um 40 bis 60 Prozent reduzieren. Neben Selke werden sicher Niklas Moisander (35) und Theodor Gebre Selassie (34) den Club verlassen, deren Verträge auslaufen. Weitere Profis werden dennoch folgen. Bis Ende Juni muss Werder Transfererlöse erzielen, sonst droht der Abzug von sechs Punkten, da die Lizenz nur unter Bedingungen erteilt wurde. Spieler wie Milot Rashica, Ludwig Augustinsson oder Maximilian Eggestein haben an Wert verloren, müssen aber wohl verkauft werden.

Was bedeutet der Abstieg für Werders Finanzen?

40 Millionen Euro hat Werder nach eigenen Angaben durch die Pandemie eingebüßt. In der Zweiten Liga sinken die TV-Einnahmen um fast die Hälfte auf rund 30 Millionen Euro. Sponsoren werden weniger bezahlen. Der gesamte Etat sinkt um etwa 40 Prozent. Die 12 Millionen Euro, die Werder bei Klassenerhalt aufgrund einer Kaufpflicht für Selke an Hertha hätte bezahlen müssen, hat der Club zumindest gespart. Es ist kleiner erster Schritt beim Neuanfang.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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