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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder-Wohnzimmer heißt „Wohninvest Weserstadion“

14.06.2019

Bremen 550 Fans von Werder Bremen waren am Montag auf die Straße gegangen. Mit Bannern wie „Für immer Weserstadion“ oder „Weserstadion unantastbar“ protestierten sie gegen das, was schon vor einigen Tagen durchgesickert war und am Donnerstag offiziell gemacht wurde. Der Fußball-Bundesligist von der Weser geht jenen Schritt, über den seit Jahren eine leidenschaftliche Debatte geführt wird, und verkauft seinen Stadionnamen an eine Immobilienfirma. Ab dem 1. Juli heißt Werders Wohnzimmer offiziell „Wohninvest Weserstadion“.

„Die Kooperation verschafft uns den finanziellen Spielraum, um unsere einzigartige Heimstätte und nicht zuletzt auch unseren Verein für den Wettbewerb mit den besten Clubs Deutschlands weiterzuentwickeln“, begründete Werders Geschäftsführer Klaus Filbry den viel diskutierten Vorgang. Es sei dem Verein wichtig gewesen, „einen Partner zu finden, der sich neben den eigenen Interessen auch mit dem Namen Weserstadion identifiziert“.

Über zehn Jahre, also bis zum 30. Juni 2029, läuft der Vertrag der Wohninvest Holding GmbH aus Fellbach bei Stuttgart mit der Bremer Weserstadion GmbH (BWS). 30 Millionen Euro erhalten der SV Werder und die Stadt Bremen als Besitzer des Weserstadions, die jeweils zu 50 Prozent an der Gesellschaft beteiligt sind.

Wohninvest-Geschäftsführer Harald Panzer sagte, Werder habe „in den letzten Jahrzehnten mit einem unglaublichen Kraftakt dieses Stadion zu einem der schönsten in Deutschland aufgebaut. Wir wollen jetzt helfen, diese Errungenschaft abzusichern.“

Hintergrund ist, dass die Bremer Weserstadion GmbH sich mit großen Altlasten herumplagt. Durch die beiden Umbauten 2002 und 2008 liegt auf der schmucken Arena am Osterdeich eine Schuldenlast von mehr als 70 Millionen Euro, die noch bis 2051 abbezahlt werden muss.

Von 2007 bis 2017 war der Oldenburger Energieversorger EWE der Vertragspartner, verzichtete aber in dieser Zeit auf eine Umbenennung des Weserstadions. Nach Auslaufen des Kontraktes entschied die EWE sich, zwar Bremer Sponsor zu bleiben, ihr Engagement jedoch kleiner zu fahren und sich als Namenspartner zurückzuziehen.

Mehr als zwei Jahre habe Werder „intensiv nach neuen kreativen Modellen gesucht, um die Finanzierung des modernisierten Stadions zu sichern“, hieß es in der Vereinsmitteilung vom Donnerstag. Dabei habe der Verein sogar in Kauf genommen, „die entstandene Finanzierungslücke aus den eigenen finanziellen Ressourcen zu schließen, was den finanziellen Spielraum des SV Werder einschränkte.“

Wie viel Druck auf dem Thema lastet, zeigt auch die Tatsache, dass Werder an diesem Freitag um 14 Uhr zu einer zusätzlichen Pressekonferenz anlässlich der Partnerschaft eingeladen hat. Dort wollen Klaus Filbry und Harald Panzer sowie BWS-Geschäftsführer Heinz-Günther Zobel noch einmal im Detail erklären, wie die Kooperation zustande gekommen war und was sie genau beinhaltet.

Damit besitzen in der Bundesliga nur noch die Stadien von Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park), Hertha BSC (Olympiastadion) und Aufsteiger Union Berlin (Stadion An der Alten Försterei) ihren Ursprungsnamen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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