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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Salafisten-Skandal schockt Werder

20.07.2019

Bremen /Paderborn Die Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und SC Paderborn haben in der Vergangenheit mit zwei Sicherheitskräften zusammengearbeitet, die Kontakte zu gewaltbereiten Islamisten gehabt haben sollen. Beide Clubs haben den Vorfall vor einigen Wochen der Polizei gemeldet, die in dem Fall ermittelt. Dies bestätigten die Vereine am Freitag. Auch der Staatsschutz sei informiert worden. Der WDR hatte zuerst berichtet.

Zwei tschetschenische Brüder haben demnach für ein Sicherheitsunternehmen in Paderborn gearbeitet und sind zudem nach Angaben von Werder Bremen über ein Subunternehmen auch im Bremer Weserstadion tätig gewesen. Laut WDR ist einer der Brüder bereits 2015 auffällig geworden, weil er Sympathien für das Attentat auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gehegt habe.

Werder Bremens Kommunikationschef Michael Rudolph bestätigte am Freitag, dass die beiden Ordnungskräfte nach Überprüfung der „üblichen Informationen über durchgeführte Sicherheits-Checks“ bei vier Spielen in Bremen im Einsatz gewesen sind. „Der SV Werder hatte sämtliche, gesetzlich mögliche Überprüfungen ausgeschöpft“, erklärte Rudolph. Danach haben die Bremer neben der Polizei auch den DFB informiert. „Die beiden Männer sind nach unseren Informationen nicht mehr bei dem Sicherheitsdienst tätig“, betonte Rudolph.

Werder wolle grundsätzlich betonen, „dass wir das Stadionerlebnis so sicher wie nur irgendmöglich gestalten wollen“. Man betreibe dafür gemeinsam mit dem Dienstleister „elko Security“ sowie der Polizei einen sehr großen Aufwand. Offenbar reichten diese Maßnahmen jedoch nicht aus, um die beiden Männer zu enttarnen. Laut den WDR-Recherchen hatten die tschetschenischen Brüder auf einem Instagram-Account Fotos von sich in den Bundesliga-Stadien gepostet. Von ihnen sollen zudem Fotos existieren, die sie zusammen mit gewaltbereiten Gefährdern zeigen, die inzwischen untergetaucht sind.

Auch der Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn reagierte auf den Vorfall. „Wir haben vor einigen Wochen von dem Thema Kenntnis erlangt und dies umgehend geprüft. Es gab dabei einen Austausch mit der Polizei und dem Sicherheitsunternehmen“, sagte Paderborns Pressesprecher Matthias Hack. „Wir haben festgestellt, dass die Beiden seit längerer Zeit nicht mehr hier im Einsatz waren. Die weiteren Ermittlungen sind Sache der Polizei.“

„Bei den Erkenntnissen, die jetzt im Raum stehen, ist auf jeden Fall ein Sicherheitsrisiko erkennbar. Das darf so nicht passieren“, sagte indes Michael Mertens, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, dem WDR: „Da müssen die Vereine und die DFL reagieren in ihrem eigenen Interesse. Das ist ziemlich geboten.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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