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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Tempo-Dribbler drängt in Werders Startelf

14.12.2018

Bremen In dieser einen Aktion zeigte Milot Rashica gegen Fortuna Düsseldorf all das, was ihn so besonders für Werder Bremen macht. Mit einer blitzschnellen Körpertäuschung drehte sich der Kosovare um seinen Gegenspieler, hängte ihn auf wenigen Metern deutlich ab und schuf damit großen Freiraum auf der linken Seite. Es folgte ein Zuspiel auf Max Kruse, dessen Vorlage Kevin Möhwald mit dem Tor zum 1:0 veredelte.

Urplötzlich hat der dynamische Dribbler einen Stellenwert an der Weser, von dem er vor ein paar Wochen noch geträumt hat. „Seine Chancen sind groß, dass er in der Startelf steht“, sagte Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag bei der offiziellen Pressekonferenz vor der Partie an diesem Samstag (18.30 Uhr) bei Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Kohfeldt: „Er kann Spiele entscheiden“

Wer dem Coach danach über seinen Spieler sprechen hörte, der mag kaum glauben, dass Rashica mehrmals in dieser Saison nicht einmal den Sprung in den 18er-Kader geschafft hatte. „Mit dem Ball verfügt er über alles, was nötig ist, um Spiele zu entscheiden“, fing Kohfeldt an. Der 22-Jährige habe zudem einen „unheimlich guten Abschluss“, sein starker rechter Fuß sei eine „Riesenwaffe“. Im Dribbling sei er schwer zu greifen und habe einen „Top-Speed“. Rundum: „Er kann Spiele über Einzelaktionen entscheiden. Diese Spieler findest du sehr, sehr selten.“

In der Tat verkörpert Rashica, den Werder im Januar dieses Jahres für sieben Millionen Euro von Vitesse Arnheim verpflichtet hatte, mit seiner Schnelligkeit jenen Spielertypen, der im Fußball in der Offensive so gefragt ist. Und den Werder ansonsten nicht im Kader hat. Umso überraschender war es, dass der kosovarische Nationalspieler in der Hinrunde zeitweise gar keine Rolle mehr bei Kohfeldt spielte. „Das taktische Verständnis im Defensivverhalten fehlte ihm ein Zeit lang“, begründete der Coach am Donnerstag. Er habe mit Rashica darüber gesprochen, dass er die Bereitschaft haben müsse, im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen den Ball zu arbeiten.

Kritik angekommen

Offensichtlich hat er die Kritik angenommen. Im Training habe Rashica „mit viel Enthusiasmus das umgesetzt, was wir ihm mit auf den Weg gegeben haben“, sagte Kohfeldt. Langfristig solle er „hier zum unumstrittenen Stammspieler werden“.

Neben Kruse und Rashica ist damit nur noch ein Platz in der Bremer Offensive in Dortmund frei. Johannes Eggestein wird diesen voraussichtlich nicht einnehmen, der 20-Jährige liegt mit einem Infekt flach. Dafür steht der Japaner Yuya Osako nach seiner Erkrankung als Alternative bereit.

Sich gegen den ungeschlagenen Tabellenführer hinten reinzustellen, kommt für Kohfeldt indes nicht infrage. „Ein wichtiges Thema ist, was wir mit dem Ball machen. Wir fahren nicht nach Dortmund, um nur gut zu verteidigen“, betonte der Trainer. Der BVB ziehe sich auch mal zurück, übe keinen „90-minütigen Dauerdruck“ aus: „Man hat gegen sie auch mal den Ball. Das kann man für sich nutzen.“

In diesen Momenten setzt der Coach vor allem auf die Schnelligkeit Rashicas.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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