Bremen - Nach dem Bremer Grundsatzerfolg vor dem Bundesverwaltungsgericht hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) die Deutsche Fußball Liga (DFL) gewarnt, rechtmäßige Kostenbescheide für Polizeieinsätze auf Werder Bremen abzuwälzen. Die Auffassung der DFL, dass der Erstliga-Verein Werder Bremen alleine die Rechnungen zahlen müsse, habe keine Rechtsgrundlage. „Das ist schiere Willkür“, sagte Mäurer am Dienstag in Bremen. Der DFL obliegt die Organisation und Vermarktung des deutschen Profi-Fußballs.
Mäurer mahnte zugleich eine bundeseinheitliche Regelung an, um nach dem Grundsatzurteil einen „Flickenteppich“ unterschiedlicher Regelungen in Deutschland zu vermeiden. Sinnvoll sei eine Fonds- beziehungsweise Kollektivlösung. Das Thema solle auch auf der Innenministerkonferenz im Juni behandelt werden.
Nach dem in Leipzig ergangenen Urteil dürfen bei Hochrisikospielen die Veranstalter an polizeilichen Mehrkosten beteiligt werden. Allein in Bremen sind seit August 2015 2,3 Millionen Euro aufgelaufen. Neben Werder Bremen habe das Gericht die DFL als Mitveranstalter gewertet.
