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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Jetzt beginnt der Poker um Werders Kapitän Kruse

30.01.2019

Bremen Er selbst sagt, er habe nicht die beste Hinrunde seiner Karriere gespielt, in der ihm zudem die Diskussion über seine mangelnde Fitness gehörig auf die Nerven ging. In den letzten Wochen vor und in den ersten beiden Partien nach der Winterpause aber zeigte Max Kruse wieder, was ihn so wertvoll für Werder Bremen macht. Der 30-Jährige geht in die Räume, ist technisch teilweise brillant, leitet Bälle direkt weiter, kann vorbereiten und selbst abschließen – und wirkt wieder deutlich austrainierter als noch zu Beginn der Saison. Kruse ist derjenige im Bremer Ensemble, der an einem guten Tag den Unterschied ausmacht.

Und was passiert, wenn so ein Fußballer im Sommer ablösefrei den Verein wechseln kann? Die ersten Bundesligisten eröffnen den Poker um den früheren Nationalspieler, der noch immer darauf hofft, bei Bundestrainer Joachim Löw mal wieder eine Chance zu erhalten. „Max Kruse ist ein super Spieler. Er ist einen großartigen Weg gegangen nach der schweren Verletzung, die er zu Beginn seiner Karriere hatte. Ausschließen darf man im Fußball nichts“, sagte Max Eberl, Manager von Borussia Mönchengladbach, am Dienstag im „Express“.

Die Zeitung berichtet, dass Eberl schon länger am Bremer Kapitän interessiert sei. Von 2013 bis 2015 spielte Kruse bereits für die Borussia, erzielte in 77 Spielen 25 Tore. Und die Gladbacher haben ein Ass im Ärmel, das Werder kaum schlagen kann: Der aktuelle Tabellendritte spielt aller Voraussicht nach in der kommenden Saison in der Champions League – im Spätherbst von Kruses Karriere eine Aussicht, die den ehrgeizigen Angreifer reizen wird.

Dass Werder derzeit nur auf Platz elf liegt, das internationale Geschäft aber noch in Reichweite ist, soll auch der Hauptgrund sein, warum Kruse mit seiner Vertragsverlängerung zögert. Der leidenschaftliche Pokerspieler betonte zwar zuletzt immer wieder, dass er sich an der Weser wohl fühle. Bezüglich seiner Zukunft zockt er aber, hält sich alle Karten offen, weil er eben nach wie vor ambitioniert ist.

Kruse weiß auch, dass ihm nicht mehr allzuviel Zeit bleibt, um noch einmal auf internationaler Bühne aufzulaufen. Der nächste Vertrag könnte schon die letzte Chance dafür sein. Die Gladbacher bieten in diesem Bezug die bessere Perspektive, sind zudem finanzstärker als Werder. Gute Auftritte in der Königsklasse könnten überdies die Folge haben, dass Löw nicht mehr an Kruse vorbeikommt.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt gab sich zuletzt sehr zuversichtlich, dass Kruse in Bremen bleibt. Er habe als Kapitän eine Rolle, die er woanders nicht einnehmen würde. Er könne das Gesicht einer Mannschaft und einer Entwicklung sein, sagt Kohfeldt.

Der Druck auf die Bremer jedenfalls steigt seit Dienstag. Denn der „Express“ berichtet auch, dass die Gladbacher nicht die einzigen Interessenten sind. Auch Bayern München und Borussia Dortmund sollen über einen Transfer nachdenken, weil ein Spieler dieser Qualität eben nur selten ablösefrei zu haben ist.

Der Poker um Kapitän Kruse ist eröffnet – bleibt die Frage: Wer hat die besten Karten?

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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