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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

4480 Fans verabschieden Werder in Urlaub

21.05.2019

Bremen Florian Kohfeldt war auch kurz vor seinem Sommerurlaub bestens aufgelegt. „In Papenburg habe ich zwei Stunden bis zum Bus gebraucht – mal schauen, wie lange es hier dauert“, flachste der Trainer von Werder Bremen am Montagabend, während viele Fans auf ihn warteten und seine Fußballer bereits im Bus saßen. Nach dem 4:1 am Sonntag bei BW Papenburg präsentierten sich die Bundesliga-Stars um Claudio Pizarro, Max Kruse und Co. den 4480 Fans im Oldenburger Marschwegstadion zum Anfassen, schrieben Autogramme, standen für Fotos bereit – und gewannen nebenbei mit 7:1 gegen den Regionalliga-Absteiger VfL Oldenburg.

„Aus der ganzen Region kommen die Fans in der Saison ins Stadion und feuern uns an – hier können sie uns ganz nah kommen. Dafür sind solche Spiele da“, erklärte Kohfeldt: „Wir haben alle mitgenommen, die spielen konnten – und die, die nicht spielen konnten wie Max oder Theo, waren auf der Tribüne.“

Tatsächlich leuchteten vor allem die Augen der kleinen Fans, als zum Beispiel Max Kruse, Fin Bartels, Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson (alle sahen im Trainingsanzug zu) in der ersten Hälfte auf den Sitzplatzrängen im Marschwegstadion auf Höhe der Mittellinie Platz nahmen. Bis zur Pause musste die Autogrammjäger ungeduldig warten, dann durften sie ihre Helden belagern – und diese nahmen sich die Zeit.

Die Bremer waren gegen den VfL derweil wie erwartet mit einer Mischung aus etablierten Profis und Nachwuchskräften angetreten. So gehörten unterem anderem Rekordeinkauf Davy Klaassen, Co-Kapitän Niklas Moisander, Martin Harnik und Yuya Osako der Startelf an. Vereinslegende Pizarro – natürlich mit dem größten Applaus empfangen – saß zunächst wie Milot Rashica und Nuri Sahin draußen. Nicht vor Ort waren indes die beiden Brüder Maximilian und Johannes Eggestein, die im Juni voraussichtlich mit der U 21 bei der EM in Italien und San Marino teilnehmen.

Statistik

VfL Oldenburg: J. Zohrabian (46. Lange) – Köhler (46. Sandoghdar/69. Abdisalem), Frenzel (46. Erdogan), Schmidt, Nienaber (46. Rahmig), Isailovic (69. Lameyer), König, Siegert (46. Mittelstädt), Lubaca (44. Blömer), Kaissis (46. Onnen), Badjie (46. Bourdanne). Werder Bremen: Kapino (46. Plogmann) – Beijmo, Veljkovic (46. Langkamp), Moisander (30. Möhwald/60. Pizarro), Hackethal (60. Sahin), Osako (46. Barry), Gruev, Klaassen (46. Schumacher), Philipp, Quarshie (60. Rashica), Harnik (46. Ihorst). Tore: 0:1 Harnik (18.), 0:2 Quarshie (28.), 1:2 König (31.), 1:3 Harnik (44.), 1:4 Ihorst (48.), 1:5 Schumacher (54.), 1:6 Ihorst (73.), 1:7 Pizarro (82.). Zuschauer: 4480 Zuschauer im Oldenburger Marschwegstadion. Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen).

Bei sommerlichen Temperaturen kam die Partie zunächst nur langsam in Fahrt. Stürmer Harnik spitzelte den Ball nach 18 Minuten zum 1:0 für Werder ins Netz, danach erhöhte Fred Mensah Quar-shie auf 2:0 (28.).

Drei Minuten später hatte Oldenburgs Mittelfeldspieler Joshua König seinen großen Auftritt. Nach einer Flanke von Narciso Lubaca spritzte er in der Mitte in den Ball und traf zum umjubelten 1:2. Für den VfL war es die Belohnung für einen couragierten Auftritt, der künftige Fünftligist spielte immer wieder mutig nach vorn. Werders Harnik stellte danach das Ergebnis vor der Pause auf 3:1 (44.).

Direkt nach der Pause, in der es viele Wechsel gab, erhöhte Luc Ihorst zunächst auf 4:1 (48.), dann traf Kevin Schumacher zum 5:1 (54.) – beides Nachwuchskräfte der Bremer. Der größte Beifall im zweiten Durchgang brandete indes auf, als Kohfeldt in der 60. Minute das Trio Nuri Sahin, Milot Rashica und Pizarro auf den Platz schickte. In der 65. Minute schaffte es sogar ein „Flitzer“ auf den Rasen, sprintete in Richtung Strafraum, knipste schnell ein Selfie mit Pizarro und rannte jubelnd wieder vom Platz – Pizarro nahm die Aktion mit einem Grinsen. Der 40-jährigen Vereinslegende war es nach einem weiteren Ihorst-Tor (73.) schließlich vorbehalten, unter großem Jubel mit einem Rechtsschuss den 7:1-Endstand zu erzielen (82.).

Nach dem Abpfiff hieß es wieder Autogramme schreiben für die Profis – und Abschied nehmen. Im Spielertunnel des Stadions nahm Kohfeldt seinen scheidenden Kapitän Kruse in den Arm. „Wir werden mit Sicherheit in Kontakt bleiben. Es tut ein bisschen weh, weil ich viel mit ihm erlebt habe. Er war mein erster Kapitän, den ich als Profitrainer frei bestimmt habe. Vor einem Jahr wäre sein Abgang aber schlimmer gewesen – jetzt sehe ich das als Chance für uns“, sagte Kohfeldt. Kruses neuer Club steht noch nicht fest. „Ich wünsche ihm, dass er einen Verein findet, bei dem er sich entfalten kann“, sagte Kohfeldt.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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