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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Vor Bundesligaspiel Am Sonntagmittag: VfL Wolfsburg – der Club der unglücklichen Ex-Bremer

06.06.2020

Bremen An diesem Sonntag (13.30 Uhr) empfängt Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga den VfL Wolfsburg. Den Gästen haftet seit Jahren das Image an, zwar über erhebliche finanzielle Mittel, aber über wenig Charme zu verfügen. Nicht ganz unschuldig an diesem Bild ist die Frau von Valdas Ivanauskas. „Valdas, ich liebe dich, aber ich kann nicht in Wolfsburg leben“, soll sie damals zu ihrem Mann gesagt haben, als der in den 1990er-Jahren vor einem Wechsel vom Hamburger SV in die VW-Stadt stand. Valdas gehorchte natürlich seiner Frau. Und der VfL und die Stadt Wolfsburg hatten – noch Jahre bevor ICE-Zugführer die Stadt ignorierten und einfach ohne Halt durchfuhren – ein Problem in der öffentlichen Wahrnehmung.

In Wolfsburg zu leben versucht haben dagegen in den vergangenen Jahren auch immer wieder Profis mit Bremer Vergangenheit. Nur: Richtig glücklich wurde beim VfL langfristig keiner.

2010 bis 2014: Diego

Drei Jahre lang begeisterte der Brasilianer die Werder-Fans (2006 - 2009), ehe er zu Juventus Turin wechselte. Dort klappte es nicht so recht, so dass der spiel- und dribbelstarke Offensivmann schon 2010 in Wolfsburg landete. Nach einem durchwachsenen Jahr wurde er an Atlético Madrid verliehen, kehrte nach Wolfsburg zurück und wurde dann im Januar 2014 – noch vor Ablauf seines Vertrags beim VfL – fest zu Atlético transferiert. Diego, inzwischen 35 Jahre alt und noch in Brasilien für Flamengo Rio de Janeiro aktiv, sagt über seine Karriere in Europa: „Bei Werder hatte ich meine beste Zeit.“

2012 bis 2016: Naldo

Sieben Jahre lang hielt der lange Brasilianer, der inzwischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat, Werders Abwehr zusammen (2005 - 2012), ehe er nach Wolfsburg wechselte. Dort spielte der Innenverteidiger immerhin vier Jahre, ehe es ihn zu Schalke 04 zog. Und daran war ausgerechnet ein anderer Ex-Bremer beteiligt: 2016 wurden sich der damalige VfL-Manager Klaus Allofs und Naldo nicht über einen Verbleib des Abwehrspielers einig. 37 Jahre ist Naldo nunmehr alt, bis Januar 2020 stand er bei AS Monaco unter Vertrag. Jüngst bot er sich bei Werder an – doch Manager Frank Baumann lehnte ab.

2014 bis 2015: Aaron Hunt

Offensivspieler Aaron Hunt hatte bei Werder noch die guten Champions-League-Jahre miterlebt und wurde zu einem überdurchschnittlich guten Bundesligaspieler. 2014 war er von den Bremern nicht mehr zu halten, als Wolfsburg ihm einen ablösefreien Wechsel mit einem ordentlichen Gehaltsaufschlag schmackhaft machte. Beim VfL allerdings fand Hunt nie in die Rolle, die er bei Werder ausgefüllt hatte. Nach nur einem Jahr verließ er die Wolfsburger und wechselte zum Hamburger SV, wo er noch heute (Hunt ist 33 Jahre alt) in der 2. Bundesliga spielt.

2015 bis 2016: Max Kruse

Im Bremer Trikot bestritt Max Kruse 2007 sein erstes Bundesligaspiel. Über Freiburg und Mönchengladbach kam er – inzwischen Nationalspieler – 2015 zum VfL. Sein Potenzial als Fußballer schöpfte er dort nur selten aus und suchte abseits des Feldes Zerstreuung. Und da es von Wolfsburg mit einem schnellen Auto nicht lang nach Berlin dauert, machte der flotte Kruse öfter mal Abstecher in die Hauptstadt. Wie er dabei mal 75 000 Euro in einem Taxi verlor, ist bis heute ungeklärt. In seine Wolfsburger Zeit, die nur ein Jahr dauerte, fällt auch seine Ausbootung aus der Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw attestierte Kruse, er würde seiner Vorbildfunktion nicht nachkommen. Von Wolfsburg aus ging es zurück nach Bremen, wo Kruse drei gute Jahre hatte (2016 - 2019). Seit dem vergangenen Sommer spielt er bei Fenerbahce Istanbul in der Türkei, immer wieder gibt es Spekulationen über eine vorzeitige Rückkehr des nunmehr 32-Jährigen nach Deutschland.

2014 bis 2015: Kevin de Bruyne

Im Gegensatz zu den anderen Ex-Bremern, die sportlich oft nicht den Wolfsburger Ansprüchen genügten, lief die Sache bei Kevin de Bruyne anders: Er wurde zu gut für den VfL. Der Mittelfeldspieler, der 2012/13 als Leihgabe des FC Chelsea bei Werder gespielt hatte, kam Anfang 2014 aus London nach Wolfsburg. Und dort spielte der Belgier seine Pässe derart genau und begeisternd, dass Manchester City ihn Mitte 2015 für 75 Millionen Euro Ablöse zurück auf die Insel holte. Dort hat der 28-Jährige noch einen Vertrag bis 2023.

2015 bis heute: Koen Casteels

Koen Casteels bildet die Ausnahme von der Regel, dass frühere Bremer in Wolfsburg nicht glücklich werden. Anfang 2015 kauften die Wolfsburger den belgischen Torwart von 1899 Hoffenheim, um ihn dann sofort an Werder zu verleihen. Grund: Damals war der Schweizer Diego Benaglio noch die Nummer eins, der VfL wollte den viel versprechenden Casteels aber in der Hinterhand haben. Nach einem halben Jahr bei Werder ging Casteels wieder zum VfL, seit Frühjahr 2017 ist der heute 27-Jährige dort Stammtorwart. Vor wenigen Monaten verlängerte er seinen Vertrag gar bis ins Jahr 2024.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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