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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Applaus hellt Kruses Laune auf

27.11.2018

Bremen Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat zum dritten Mal nacheinander einen Gewinn erwirtschaftet. Clubchef Klaus Filbry präsentierte den Mitgliedern des Stammvereins auf der Jahreshauptversammlung am Montag einen Gewinn von 500 000 Euro nach Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. 2017 hatte der Gewinn bei 700 000 Euro gelegen, im Jahr davor betrug das Plus 2,8 Millionen Euro.

„Wir bleiben trotz neuer Herausforderungen zum dritten Mal in Folge im positiven Bereich. Mit diesem stabilen Jahresergebnis ist es uns auch weiterhin möglich, auf einer soliden wirtschaftlichen Grundlage zu arbeiten“, sagte Filbry und ergänzte: „Wir erarbeiten uns mehr Handlungsspielraum und werden nach und nach unabhängiger von Transfererlösen der Fußball-Bundesliga.“

Präsident bleibt

Ein besseres Ergebnis verhinderte eine Rückstellung in der Bilanz in Höhe von rund einer Million Euro. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen dem Land Bremen und der Deutschen Fußball Liga. Das kleinste deutsche Bundesland möchte erreichen, dass sich der Profifußball an polizeilichen Mehrkosten für sogenannte Hochrisikospiele beteiligt.

Der Umsatz der ausgegliederten Kapitalgesellschaft sank im Vergleich zu 2017 von 123,5 Millionen Euro auf 118,7 Millionen Euro. Der ehemalige Champions-League-Dauerteilnehmer hatte nach 2011 einen sportlichen und wirtschaftlichen Absturz erlebt und das einstmalige Eigenkapital von gut 38 Millionen Euro binnen vier Jahren fast aufgebraucht. 2017/18 konnte das Eigenkapital durch den dritten positiven Jahresabschluss wieder leicht gestärkt werden.

Werders Präsident bleibt Hubertus Hess-Grunewald. Der 58-jährige gebürtige Vareler wurde von den 238 stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung für weitere vier Jahre wiedergewählt. Rechtsanwalt Hess-Grunewald übernahm 2014 die Präsidentschaft von Klaus-Dieter Fischer.

Der Montagabend in der „Werder-Halle“ hatte mit einer Überraschung begonnen, als Max Kruse an das Rednerpult auf der Bühne trat. Nie zuvor hatte sich ein Werder-Kapitän während der Jahreshauptversammlung ans Mikrofon gewagt. „Werder ist kein Verein wie jeder andere. Der große Zusammenhalt der Mannschaft und der Fans ist unser Plus. Mir ist es persönlich ein Anliegen, Danke zu sagen. Danke von mir, aber auch von der ganzen Mannschaft für das Vertrauen, das ihr uns entgegengebracht habt“, sagte Kruse zu den Mitgliedern. Nach dem sich anschließenden kräftigen Applaus war Kruses Laune sichtbar besser als noch tags zuvor.

Kohfeldt genervt

„Das geht mir langsam tierisch auf den Sack“, hatte der 30-jährige Stürmer nach dem glücklichen 1:1 in Freiburg gepoltert und meinte damit die immer wiederkehrende Debatte um seine körperliche Verfassung. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, Kruse habe einen persönlichen Trainer engagiert, um fitter zu werden.

Auch Werders Coach Florian Kohfeldt kann die Diskussion nicht verstehen. „Jede Woche muss ich erklären, welchen Zustand Max hat. Das nervt allmählich, wir müssen mal ein bisschen piano machen“, sagte er.

Fakt ist: Es ist vier Liga-Spiel her, dass Kruse zuletzt an einem Tor beteiligt war. Sein bislang letzter Treffer liegt sogar noch weiter zurück. Ende September verwandelte er einen Foulelfmeter beim 3:1-Sieg gegen Hertha BSC. Die Rückendeckung von Kohfeldt ist Kruse dennoch gewiss. „Max ist mein Kapitän und ein absoluter Vertrauensspieler“, sagte Kohfeldt: „Er führt die Mannschaft auf seine Art und genau so, wie er sie führt, gefällt mir das.“

An diesem Samstag (15.30 Uhr) empfangen die Bremer den kriselnden Rekordmeister Bayern München im Weserstadion. „Das wird eine Riesenaufgabe, bei der wir von jedem Einzelnen 120 Prozent benötigen“, sagte Kruse, der aber zuversichtlich nachschob: „Wir werden das hinbekommen.“

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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