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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Das sagt Nouri vorm Kellerduell gegen Köln

20.10.2017

Bremen Alexander Nouris Stimme klang scharf, die Botschaft war unmissverständlich: „Wir wollen liefern, wir müssen liefern, und wir werden liefern.“ Wenn die Fußballer von Werder Bremen an diesem Sonntag (13.30 Uhr) im Kellerduell beim 1. FC Köln ähnlich entschlossen auftreten wie ihr Trainer am Donnerstagmittag bei der Pressekonferenz, dann könnte es am neunten Spieltag tatsächlich etwas werden mit dem ersten Bundesligasieg für die Grün-Weißen in dieser Saison.

Nouri weiß um die immense Bedeutung dieser Partie – für die Mannschaft, aber auch für ihn persönlich. Denn trotz aller Treueschwüre von Sportchef Frank Baumann dürfte Nouris Job in größer Gefahr sein, wenn die Bremer bei den ebenfalls noch sieglosen Kölnern die nächste Enttäuschung erleben.

Spiel nicht bei Sky

Werder spielt am Sonntag in Köln zum ersten Mal zu der zu dieser Saison neu eingeführten Anstoßzeit von 13.30 Uhr. Beim Bezahlsender Sky ist die Partie deswegen nicht zu sehen, die Pay-TV-Rechte für die 13.30-Uhr-Spiele der Fußball-Bundesliga am Sonntag liegen beim US-Medienkonzern Discovery, der in Deutschland mit dem Sender Eurosport vertreten ist.

Wer das Werder-Spiel live sehen möchte, benötigt den Eurosport-Player. Hierfür muss ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen werden.

Und so lebte der 38-Jährige am Tag vor der Abreise ins Rheinland jenen Kampfgeist vor, welchen er am Sonntag von seinen Spielern erwartet. „Zwei Mannschaften befinden sich in einer ähnlichen Situation. Jeder kann sich befreien. Es wird ein Fight, den wir annehmen wollen und müssen“, sagte Nouri, über dessen Nachfolger in Bremer Medien bereits eifrig spekuliert wird – angefangen von den vereinslosen Bruno Labbadia, André Schubert oder Holger Stanislawski bis hin gar zum früheren Dortmund-Coach Thomas Tuchel. Baumann beteuerte am Donnerstag wiederholt, mit noch keinem Kandidaten gesprochen zu haben: „Wir beschäftigen uns nur mit Plan A.“

Einen angeschlagenen Eindruck vermittelte Nouri keineswegs. Aufgeräumt und angriffslustig präsentierte sich der Coach, von Selbstzweifel keine Spur. „Wir haben ein klares Ziel am Sonntag. Darauf werden wir uns einstimmen. Wir werden nicht in Aktionismus verfallen und durch Gärten hangeln“, sagte er mit Blick auf das Mini-Trainingslager in der Domstadt. „Wir wollen gemeinsam essen, Gespräche führen und uns einschwören“, ergänzte Nouri.

Als „Mutmacher“ wird auch der lange verletzte Max Kruse mit nach Köln reisen. Der 29-jährige Angreifer hatte sich vor vier Wochen im Heimspiel gegen Schalke (1:2) das Schlüsselbein gebrochen und trainiert seit Wochenbeginn wieder individuell. Ein Comeback von Kruse bereits an diesem Sonntag beim Tabellenletzten sei aber ausgeschlossen, hatte Baumann am Mittwochabend erklärt.

Ansonsten kann Nouri aus dem Vollen schöpfen: Zlatko Junuzovic, Lamine Sané und Philipp Bargfrede fehlten am Donnerstagnachmittag zwar beim Mannschaftstraining, ihr Einsatz sei aber nicht gefährdet wie der Club mitteilte. Theodor Gebre Selassie (Infekt) und Jerome Gondorf (Schulterprobleme) stehen Nouri nach ihrer Zwangspause beim zurückliegenden Heimspiel gegen Mönchengladbach (0:2) ebenfalls wieder zur Verfügung.

Dem brisanten Wiedersehen mit dem kürzlich von Köln verpflichteten Claudio Pizarro sieht Nouri entspannt entgegen. „Jeder weiß, dass ihn in Bremen alle lieben. Jeder wünscht ihm Tore, aber nicht am Sonntag. Danach wieder gern“, sagte er über die 39-jährige Bremer Stürmer-Legende.

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