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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder Bremen: Im Mittelfeld klafft große Lücke

29.09.2021

Bremen Als Christian Groß in der vergangenen Woche am Knie operiert werden musste, steckten sie bei Werder Bremen die Köpfe zusammen. Ist unser Spielerkader im zentralen Mittelfeld nach der Verletzung des Routiniers, der bis zu acht Wochen ausfallen wird, noch gut genug besetzt? Oder müssen wir uns unter jenen Profis, die aktuell vertragslos und deswegen sofort verpflichtbar sind, umgucken?

Die Überlegung

„Überlegungen gibt es immer, aber wir haben uns dagegen entschieden“, sagte daraufhin Clemens Fritz, Scouting-Leiter des Fußball-Zweitligisten, und erklärte: „Vertragslose Spieler, die etwa seit Mai kein Teamtraining mehr hatten, brauchen dann auch ihre Zeit, um ihre Match-Fitness zu erlangen. Das würde wieder einige Wochen dauern.“

Die Offenbarung

Im ersten Spiel nach dem Groß-Ausfall beim desolaten 0:3 bei Dynamo Dresden offenbarte sich jedoch, dass Werders größte Lücke im zentralen Mittelfeld klafft. Trainer Markus Anfang vertraute dem 21-jährigen Ilia Gruev die Rolle vor der Abwehr an, zum ersten Mal durfte er in der Startelf ran. Gruev hatte sich das verdient, weil er nach der Gelb-Roten Karte für Groß im Derby gegen den Hamburger SV (0:2/Groß verletzte sich im Training danach) in die Partie geschmissen wurde und dort einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Die kampfstarken Dresdner legten aber offen, dass dem Bulgaren noch ein ganzes Stück Robustheit und Qualität fehlt, um Zweitligareife zu erlangen. Gruev gewann nur 42 Prozent seiner Zweikämpfe – zu wenig auf dieser Position.

Die Schwächung

Maximilian Eggestein (SC Freiburg), Kevin Möhwald (Union Berlin) und Patrick Erras (Holstein Kiel) hatte Werder nach dem Abstieg abgegeben, in Nicolai Rapp nur einen Mittelfeldspieler für das Zentrum verpflichtet. Nun fallen Leonardo Bittencourt (ohnehin offensiver) und Groß aus – und Werder hat keinen echten Zweikämpfer mehr im Mittelfeld, wie es jahrelang Philipp Bargfrede war. Der spielt inzwischen in der Zweiten, lässt seine Laufbahn ausklingen.

Ex-Profi sagt Sorry

Der langjährige Werder-Profi Ludwig Augustinsson vom FC Sevilla hat sich dafür entschuldigt, dass er seinen Abschied aus Bremen im Sommer als erster Leistungsträger sofort nach dem Bundesliga-Abstieg forcierte. „Wenn ich einige Fans verletzt habe, tut es mir leid. Jetzt hoffe ich von Herzen, dass sie schnell dorthin zurückkehren, wo Werder hingehört“, sagte Augustinsson der „Bild“. Der 27-Jährige sagte über den Abstieg: „So ist Fußball, das macht einen stärker!“

Die Förderung

„Ili ist ein Spieler, der noch nicht so viel Spielzeit bei den Profis hatte. Er ist jung und hat Entwicklungspotenzial“, charakterisiert Anfang Talent Gruev. Wenn Werder den Weg des Wiederaufbaus gehen wolle, müsse man ihm Chancen geben und ihn fördern. Gruev kam 2015 von Rot-Weiß Erfurt nach Bremen, wurde fortan in Werders Jugend ausgebildet. Ein Weg also, wie ihn sich ein Verein nur wünschen kann.

Die Umstellung

Nun war Gruev sicher nicht das einzige Problem in Dresden, zu schwach waren auch all seine Kollegen. Aber Anfang wird sich die Frage stellen, wie er das Zentrum besser schließen kann. Rapp und Niklas Schmidt spielten die offensiveren Mittelfeld-Positionen im 4-3-3-System. So hatte Gruev große Räume zu beackern, war überfordert. Anfang könnte sein Team defensiver ausrichten und zum Beispiel direkt neben Gruev einen zweiten Sechser stellen. Rapp wäre der erste Kandidat. Der Coach aber ist bekannt für ein offensiv ausgerichtetes 4-3-3-System, stellt nur ungern taktisch um, damit Abläufe automatisiert werden. Egal, welche Lösung er an diesem Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Heidenheim findet: Fritz und Co. werden schon bald wieder die Köpfe zusammenstecken. „Wir müssen schauen, was sinnvoll ist im Winter. Wenn wir reagieren müssen, werden wir dazu auch in der Lage sein“, sagte der Scouting-Leiter vor dem Dresden-Spiel – und das hat gezeigt, dass eine Reaktion der Bremer nötig ist.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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