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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder Bremens stiller Bessermacher: Warum Kevin Möhwald immer wichtiger wird

04.02.2021

Bremen Ein Mann der lauten Töne ist Kevin Möhwald nicht. Am Samstag aber „war er richtig sauer“, verriet Florian Kohfeldt. Weil der Trainer von Werder Bremen seinen Mittelfeldspieler gegen Schalke 04 nicht von Beginn an aufstellte, brodelte es in ihm. Möhwald setzte seinen Frust in Energie um, spielte nach seiner Einwechslung eine starke Halbzeit, traf zum 1:1-Endstand. Gegen Greuther Fürth nun, am Dienstagabend im Achtelfinale des DFB-Pokals, stand er wieder in der Startelf. Werder gewann mit 2:0, Möhwald erzielte die wichtige Führung in der 12. Minute – und bestätigte etwas, das sich immer mehr verfestigt: Mit Möhwald auf dem Platz ist Werder besser!

Herrmann lost aus

Solo-Weltumsegler Boris Herrmann (39) wird die Viertelfinal-Paarungen des DFB-Pokals auslosen. Der gebürtige Oldenburger zieht am Sonntag in der ARD-„Sportschau“ (18.30 Uhr) die vier Paarungen. Am Samstag (23 Uhr) ist er Gast im „Aktuellen Sportstudio“ (ZDF).

Schwieriger Start

Um seine bisher unauffällige Rolle an der Weser zu verstehen, muss man zum Anfang zurückgehen. Im Sommer 2018 verpflichtete Werder den damals 25-Jährigen ablösefrei vom 1. FC Nürnberg – drei Jahre lang hatte er dort in der 2. Liga gekickt, war zuvor bei RW Erfurt ein Drittligafußballer. Möhwald kam als Erstliga-Neuling in ein Team, in dem im Mittelfeld Davy Klaassen, Maximilian Eggestein, Nuri Sahin und Philipp Bargfrede etabliert waren und in dem vorne Max Kruse, Milot Rashica und Fin Bartels wirbelten. Werder funktionierte, wurde in dieser Saison Tabellenachter. Möhwald musste sich hinten anstellen, hatte bisher eine Nebenrolle inne.

420 Tage warten

Die zweite Saison in Bremen ist schnell erzählt. Am 24. August 2019 bei der 2:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim kam er zum Einsatz – und danach nicht wieder. Ein „Akutschaden“ im Knie hatte so schwerwiegende Folgen, das Möhwald in Werders Fast-Abstiegssaison 2019/20 zum Zuschauen verdammt war.

Sein langer Weg zurück zu alter Form endete erst am vierten Spieltag dieser Saison. Beim 1:1 in Freiburg am 17. Oktober 2020 und damit 420 Tage nach seinem letzten Bundesligaspiel feierte Möhwald ein 42-minütiges Comeback. Es folgten drei Kurzeinsätze, um wieder ein Spielgefühl zu bekommen. Mit der Startelf-Rückkehr am achten Spieltag beim 1:1 bei Bayern München war er wieder voll da.

Größerer Stellenwert

Weil Klaassen, Sahin und Bargfrede im personell arg ausgedünnten Bremer Mittelfeld nicht mehr da sind, genießt der Rechtsfuß einen ganz anderen, größeren Stellenwert im Team. Mit seinen 27 Jahren gehört er schon zu den erfahrenen Spielern. In sechs der vergangenen neun Ligaspiele lief er von Beginn an auf, zweimal fehlte er in der Zeit kurzfristig (Magen-Darm-Grippe und Adduktorenprobleme) und eben gegen Schalke kam er erst zur zweiten Halbzeit.

Starke Werte

Möhwalds Werte sind stark für die Bremer Verhältnisse. Seit der Startelf-Rückkehr in München erzielte er in neun Liga-Einsätzen drei Tore, hinzu kommt nun der Abstauber gegen Fürth im Pokal. Mit diesen drei Liga-Treffern steht er bereits auf Rang drei der internen Torschützenliste (Leonardo Bittencourt und Niclas Füllkrug erzielten vier Tore). Möhwald macht Werder deswegen offensiv besser, weil er konsequent nachrückt, wenn Werder vorn den Ball hat. Dazu verfügt er sowohl über einen gefährlichen Spannstoß aus der Distanz als auch einen überlegten Abschluss mit der Innenseite – wie zuletzt gegen Schalke gesehen. „Knock-Out-Spiele machen immer Spaß, du musst immer da sein“, sagte er nach dem Viertelfinaleinzug. „Wir wollen natürlich so weit wie möglich kommen. Jetzt geht es erstmal darum, das nächste Spiel zu spielen“, gab er sich zurückhaltend – ein Mann der lauten Töne ist Kevin Möhwald eben nicht.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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