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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Mit Ruhe und Mut gegen Abwärtstrend

09.11.2018

Bremen Uli Hoeneß benutzt gern mal das Sprichwort „The trend ist your friend“, wenn es gerade gut läuft bei seinem Fußballverein. Der Präsident des FC Bayern spielt damit auf die alte Börsenweisheit an, wonach sich ein bestehender Kurstrend weiter fortsetzt. Bei Werder Bremen ist der Trend derzeit so überhaupt nicht der „friend“. Im Gegenteil: Vor der anstehenden Länderspielpause wollen die Bremer alles daran setzen, die zuletzt stark nach unten zeigende Formkurve aufzuhalten.

„Immer ruhig bleiben“, rief Florian Kohfeldt am Donnerstag denjenigen zu, die nach zwei Niederlagen in Serie bereits von einer ersten kleinen Krise an der Weser sprechen. Mit 17 Punkten und Platz sechs nach zehn Partien stehe man vor dem Duell an diesem Samstag (15.30 Uhr) mit Borussia Mönchengladbach sehr gut da. „Wenn wir bei uns bleiben, wird es gut werden“, meinte Kohfeldt: „Wir haben weiter eine sehr gute Chance, am Ende unter den ersten Sechs zu stehen.“

Nun hat der 36-jährige Coach zweifellos ein besonnenes Gemüt. Die schwachen Leistungen aber beim 2:6 gegen Leverkusen und beim 1:2 in Mainz haben natürlich auch ihn beschäftigt. „Wir wollten das nicht so einfach übergehen und akzeptieren. Ich habe da mit dem Mannschaftsrat drüber gesprochen“, berichtete Kohfeldt von der eingehenden Analyse unter der Woche.

Ließ sich Werder gegen Leverkusen noch regelrecht auskontern, stimmte in Mainz das gesamte Auftreten, die Zweikampfführung, die Mentalität auf dem Platz nicht. Defensiv wirkte die so eingespielte Viererkette anfällig, offensiv waren Spieler wie Yuya Osako und Florian Kainz völlig abgetaucht.

Das wiederum könnte die Chance für Johannes Eggestein zu seinem ersten Einsatz von Beginn an sein. Der 20-Jährige war nach seiner Einwechslung bei den Rheinhessen einer der wenigen Lichtblicke, bereitete das 1:2 durch Claudio Pizarro vor. „Er ist nah dran. Natürlich gibt es die Variante, mit Jojo in der Startelf zu beginnen“, machte Kohfeldt dem Sturmtalent am Donnerstag Hoffnung, schränkte im gleichen Atemzug jedoch auch ein: „Aber das ist nicht erst seit letzter Woche so. Ich habe schon sehr oft seinen Namen bei mir an der Tafel gehabt.“

Er arbeite seitdem er bei den Profis ist daraufhin, Startelfeinsätze zu bekommen, sagte Johannes Eggestein. „In dieser Saison bin ich so dicht dran wie noch nie. Ich hoffe natürlich, dass es in nächster Zeit klappt“, hielt sich der Junioren-Nationalspieler mit großen Tönen zurück. Dabei dürfte er durchaus Ansprüche anmelden, gegen die Gladbacher beispielsweise den Japaner Osako zu ersetzen.

Neben Eggestein drängt allerdings auch Martin Harnik wieder in die Startelf, Milot Rashica muss derweil erneut um seinen Kaderplatz bangen. Routinier Pizarro wird wohl erneut der erste Joker in Werders Offensive sein, wenn es nicht laufen sollte.

Dass Kohfeldt sein Team nach den beiden Rückschlägen gegen die „enorm flexiblen“ und „konterstarken“ Gladbacher defensiver ausrichtet, scheint für den Trainer allerdings keine Option zu sein. „Entscheidend wird sein, selber sehr mutig zu sein mit Ball“, fordert der Trainer das aus dem Saisonstart bekannte couragierte Spiel seiner Elf. „Zu unserem Spiel gehört Mut. Mut mit dem Ball und keinerlei Angst vor Ballverlusten“, brachte der Coach zum Ausdruck. Dafür müsste seine Mannschaft, in der es bis auf den langzeitverletzten Fin Bartels keine Ausfälle gibt, wieder „mit einer großen Überzeugung auftreten“.

„Ich fühle mich sehr wohl. Es ist Luxus“, sagte Kohfeldt noch zu der deutlich besseren Ausgangslage im Vergleich zu den vom Abstiegskampf überlagerten Vorjahren. Die Partie gegen den Tabellenzweiten (20 Punkte) sei kein Spiel, „das irgendwas entscheiden wird“. Eines steht gleichwohl auch fest: Der Trainer hätte den Trend vor der Pause lieber wieder als „friend“.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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