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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder feiert Startelf-Debütanten: Agu-Märchen statt Grusel-Geschichte

18.01.2021

Bremen Lange Zeit sah es so aus, als würde die Story über die Partie von Werder Bremen gegen den FC Augsburg eine Grusel-Geschichte werden. Eine, über schaurige Fehlpässe, über grausigen Fußball und über die Horror-Heimstatistik der Gastgeber. Kurz vor dem Ende aber bekam die sich anbahnende Grusel-Geschichte doch noch ihre unerwartete Wendung – und mit dem Happy End dank Felix Agu redet nach Werders 2:0-Erfolg nun jeder über das Märchen eines Startelf-Debütanten.

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Die Vorgeschichte

Vor dieser Saison hatte Werder den 1,80 Meter großen und recht schmächtigen Außenverteidiger ablösefrei vom Zweitligisten VfL Osnabrück verpflichtet. Der 21-jährige Deutsch-Nigerianer kann sowohl links als auch rechts in der Vierer- oder Fünferkette spielen und hatte bisher das Pech, dass dort in Ludwig Augustinsson und Kapitän Theodor Gebre Selassie zwei der konstantesten Bremer Profis ihm den Platz blockierten. „Er hat ein schwieriges halbes Jahr hinter sich. Nicht, weil er etwas falsch gemacht hat, sondern weil er eine Corona-Erkrankung hatte“, erinnerte sich Trainer Florian Kohfeldt am Samstagabend an Agus Erkrankung, die ihn im Oktober und November des vergangenen Jahres weit zurückgeworfen hatte. So kam der U-21-Nationalspieler vor dem Augsburg-Märchen nur auf drei Einwechslungen und insgesamt 47 Minuten Spielzeit.

Die Hauptgeschichte

Weil aber Augustinsson mit muskulären Problemen ausfiel, rückte Agu am 16. Spieltag erstmals in die Bremer Startelf. Auf der linken Abwehrseite machte der in Osnabrück geborene und dort in der Jugend des VfL ausgebildete Rechtsfuß von Beginn an einen defensiv guten Eindruck. Nach vorn waren beide Teams lange Zeit ganz schwach, auch Agu kam selten in offensive Aktionen. Als Werder in der Endphase etwas besser wurde, war der laufstarke 21-Jährige voll da. Erst schlug er eine scharfe Flanke mit links auf Gebre Selassie, der am langen Pfosten einlief und zum 1:0 traf (84. Minute). Dann duselte Agu einen Querpass von Romano Schmid über die Linie zum 2:0 (87.) – und hatte direkt ein Lächeln im Gesicht. „Ich musste ein bisschen schmunzeln, da ich den Ball nicht richtig getroffen habe. Aber als er drin war, gab es einfach nur pure Freude“, sagte der Held des Tages über sein Tor, bei dem er sich den Ball mit dem rechten an den linken Fuß schoss, von wo aus er ins Tor trudelte: „Ein Bundesliga-Tor ist ein Kindheitstraum von jedem, der Fußball spielt“, sagte Agu.

Die Nachgeschichte

Kohfeldt hatte in dem Wissen, dass Agu erstmals in der Startelf stehen würde, schon vorher eine Lobeshymne auf ihn gehalten. „Felix wird von allen jungen Spielern, die wir haben, von mir mit am höchsten geschätzt. Ich sehe ihn ihm wirklich sehr viel Potenzial.“ Nach dem 2:0 und damit dem erst zweiten Heimsieg der Saison untermauerte er: „Er hat nicht viel gespielt, aber gut trainiert. Er ist ein richtig guter Junge.“

Weil Gebre Selassies Vertrag ausläuft und der Tscheche im Sommer seine Karriere wohl beenden wird, könnte Agus Zukunft auf Werders rechter Seite liegen. Weil Augustinsson immer mal wieder als Verkaufskandidat gehandelt wird, könnte Agus Zukunft in Bremen aber auch auf links liegen – diese Vielseitigkeit macht ihn aus. „Seit ich hier bin, war es mein Ziel, mich weiterzuentwickeln und Spielzeit zu bekommen. Dass beim Startelf-Debüt das Tor und ein Assist dazukommen, hätte ich mir nicht erträumen können“, sagte er zu seinem persönlichen Märchen.

An diesem Dienstag (18.30 Uhr) könnte er aufgrund von Augustinssons Problemen erneut eine Hauptrolle spielen. Ist der Schwede wieder fit, droht ihm wieder eine Nebenrolle. In der kommenden Saison aber soll er zu einem der Protagonisten im Weserstadion werden. „Natürlich ist es mein Ziel, hier irgendwann Stammspieler zu werden. Ich bin bereit. will natürlich spielen, aber das entscheidet der Trainer“, sagte Agu am Sonntag in einer Medienrunde.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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