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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Generationen-Duell auf der Bank

18.01.2020

Bremen Trainer-Oldie Friedhelm Funkel hat im Bundesliga-Abstiegskampf schon so gut wie alles erlebt. Als Coach von Bayer Uerdingen wurde er 1993 aufgrund einer Verletztenmisere als Einwechselspieler auf dem Spielberichtsbogen gelistet. 2001 bekam der Trainer von Hansa Rostock nach einer Entgleisung für eine Partie ein Innenraum-Verbot. Insgesamt kommt Funkel auf mehr als 1200 Spiele als Spieler und Trainer in der ersten und zweiten Liga. An eine Vorbereitung auf ein Bundesliga-Spiel aus dem eigenen Wohnzimmer heraus dürfte sich aber selbst der Coach von Fortuna Düsseldorf nicht erinnern. Das ist wahrscheinlich die einzige Erfahrung, die der fast 30 Jahre jüngere Florian Kohfeldt von Werder Bremen dem 66 Jahre alten Trainer-Urgestein voraus hat.

Denn nicht nur die Situation als Tabellenvorletzter mit nur 14 Punkten ist für den Werder-Coach aktuell sehr schmerzhaft. Eine privat zugezogene Fußverletzung setzte den 37-Jährigen vor dem so wichtigen Kellerduell der Fußball-Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf (15 Zähler) an diesem Samstag (15.30 Uhr) vorübergehend außer Gefecht. Am Mittwoch, Donnerstag und beim Abschlusstraining am Freitag fehlte der Coach. Das Training beobachtete er per Video. Eine Sitzung mit seinem Trainerteam wurde ins Kohfeldtsche Wohnzimmer verlegt. Kohfeldt wurde am Freitag mit dem Auto nach Düsseldorf gefahren, während das Team in den Zug stieg.

Funkel lobt die Arbeit seines Kollegen derweil in den höchsten Tönen. „Er versteckt sich nicht, das gefällt mir. Er geht auch in schlechten Zeiten immer voran – und da, genau da entscheidet sich, wo der Weg eines jungen Trainers hingeht“, sagte der 66-Jährige dem „Weser-Kurier“. Warme Worte, die Kohfeldt in der schwersten Zeit seit seiner Amtsübernahme im Herbst 2017 gern hören wird. Denn wer soll es besser wissen als der Trainer des Bremer Gegners zum Rückrunden-Start? Kaum ein Coach verfügt über solch eine Erfahrung im Abstiegskampf wie der früher beim MSV Duisburg, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt oder Hertha BSC tätige Funkel. Genau wie Kohfeldt steht auch der Fortuna-Trainer trotz Platz 16 nicht in der Kritik. Im Gegenteil: Kurz vor Weihnachten wurde sein Vertrag bis 2021 verlängert.

Im Hinspiel konterte Funkel seinen jungen Kollegen im übrigen gnadenlos aus. Fortuna gewann – damals noch völlig überraschend – mit 3:1 im Weserstadion. 17 Spiele später wäre so ein Ergebnis an diesem Samstag keine große Überraschung mehr.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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