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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

„Werder ist eine Herzensangelegenheit“: Das sagt Thomas Schaaf zu seiner Rettungsmission

18.05.2021

Bremen Zum Anschwitzen eine Runde Handball, anschließend Ansprachen an der Taktik-Tafel, das Einstudieren mehrerer Pass-Stafetten (inzwischen mit dem Ball am Fuß) und viele Torschüsse – mit diesem Programm hat Thomas Schaaf seine Rettungsmission bei Werder Bremen am Montagmorgen gestartet. Am Nachmittag erklärte die Club-Legende dann in einer Videopressekonferenz, wie er „seinen“ Verein vor dem zweiten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren will.

Schaafs Gründe

„Die Überlegung war, ob ich mir selbst etwas vorzuwerfen hätte, nicht alles versucht zu haben, weil ich mich diesem Verein so verbunden fühle“, berichtete der 60-Jährige. Deswegen habe er nicht lange gezögert, nachdem ihn Sportchef Frank Baumann nach der 0:2-Pleite beim FC Augsburg und der Freistellung von Florian Kohfeldt kontaktiert habe. Werder sei für ihn eine „Herzensangelegenheit“, so Schaaf, der von 1999 bis 2013 Chefcoach in Bremen war, 2004 das Double gewonnen und zuletzt als Technischer Direktor im Club gearbeitet hatte. Dass er seinen Ruf in Bremen bei einem Abstieg ramponieren könne, habe für ihn keine Rolle gespielt. „Ich mache mir weniger Gedanken um meine Person. Es ist viel entscheidender, das Gefühl zu haben, vielleicht etwas leisten und helfen zu können. Ich probiere es“, sagte Schaaf. Er habe am Sonntag mit seinem Vorgänger telefoniert und versicherte: „Ich hätte mir gewünscht, dass Florian Kohfeldt die Saison zu Ende bringt und vielleicht auch noch viele Jahre Trainer in Bremen ist.“

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Schaafs Pläne

Nach neun sieglosen Spielen mit nur einem Punkt hat das Club-Idol die Aufgabe, vor allem die Köpfe der Profis vor dem Endspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach und den beiden möglichen Relegationsspielen (26. und 29. Mai) zu erreichen. Es gehe darum, dem Team wieder „Selbstvertrauen und Überzeugung“ zurückzugeben, referierte Schaaf, der schon beim Montagstraining lautstark gelungene Aktionen lobte. Man neige dazu, „erst einmal das Negative zu sehen, aber wir schauen nicht, was alles nicht funktioniert hat. Es geht darum, sich über Erfolgserlebnisse zurückzuarbeiten“, erklärte er seinen Rettungsplan. Seine Arbeit bestehe aus einem Mix aus Gesprächen und Training auf dem Platz: „Wichtig ist mir auch, die Spieler zu hören und ihnen meine Vorstellungen zu erklären.“

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Schaafs Probleme

Die Zeit bis Samstag ist jedoch knapp. Große taktische Neuerungen wird Schaaf nicht mehr einstudieren können. Dennoch ließ er bereits am Montag durchblicken, dass Werder gegen die Gladbacher anders als zuletzt auftreten wird. „Es geht darum, aktiv zu sein. Das Versäumnis gab es“, äußerte er vorsichtige Kritik an der passiven, defensiv ausgerichteten Spielweise der Mannschaft unter Kohfeldt. „Wir haben ja Spieler, die schon gezeigt haben, was sie für Potenzial haben. Jetzt müssen wir es schaffen, dass sie dieses Potenzial auch wieder auf den Platz bringen“, sagte er zu der Formkrise vieler Leistungsträger. Schaaf, der Verfechter attraktiven Offensivfußballs, könnte gerade bei den zuletzt nicht von Beginn an berücksichtigen Milot Rashica und Yuya Osako oder den formschwachen Niclas Füllkrug und Davie Selke ansetzen und ihre Blockaden lösen. Dass er gegen offensivstarke Gladbacher nicht auf bedingungslosen Angriff setzen wird, ist gleichwohl selbstverständlich.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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