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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Rekordmann treibt Werder an

19.10.2018

Bremen Selten hört man von Florian Kohfeldt derartige Loblieder auf einen einzelnen Spieler. „Wenn ich sage, ich wäre zufrieden mit ihm, wäre das untertrieben. Er ist ein absoluter Leader und Stammspieler“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen am Donnerstag. Er meinte damit Davy Klaassen. Der Niederländer saß während dieser Worte direkt neben seinem Coach auf dem Podium des Bremer Pressekonferenzraums und nahm sie ein wenig schüchtern zur Kenntnis – wohl in dem Wissen, dass sich die Beurteilung eines Profis im Fußballgeschäft schnell ändern kann.

Auf und Ab in Karriere

Klaassen hat schon erlebt, dass es eben nicht nur bergauf geht in einer Karriere. Bei seinem Heimatverein Ajax Amsterdam galt er als eines der größten Talente des niederländischen Fußballs, spielte schnell auch im Nationaltrikot. 2017 folgte der Wechsel zum FC Everton, doch in der Premier League kam der Mittelfeldmann überhaupt nicht zurecht und in einer Saison nur auf 249 Einsatzminuten. Ein neues Umfeld musste schnell her. Das in Bremen scheint dem 25-Jährigen nun wieder viel besser zu liegen.

In 629 von 630 Bundesligaminuten stand der dynamische Rechtsfuß bisher auf dem Platz. Gegen den VfL Wolfsburg, als Klaassen mit seinem zweiten Saisontreffer das 1:0 erzielte, bescherte ihm Trainer Kohfeldt in der 89. Minute durch seine Auswechslung stehende Ovationen der Zuschauer im Weserstadion. Ein Zeichen der Wertschätzung, die der Trainer vor der Partie an diesem Samstag (18.30 Uhr) bei Schalke 04 überdeutlich machte.

„Jeden Tag, wenn ich auf den Trainingsplatz komme und Davy sehe, weiß ich, dass er zu 100 Prozent bei der Sache ist, ob es das erste Training der Woche oder das Aufwärmen vor dem Spiel ist“, sagte der Coach über seinen Wunschspieler, der für die Bremer Rekordablöse von 15 Millionen Euro im Sommer aus Liverpool gekommen war: „Wenn er so weiter macht, kann er die Mannschaft dauerhaft auf ein anderes Niveau heben. Er gibt den anderen Jungs im Team Sicherheit. Das merkt jeder in der Mannschaft.“

Kohfeldt schätzt an Klaassen, dass er nicht in erster Linie an sich denkt, sondern an den Erfolg des Teams. Klaassen gehört Spiel für Spiel zu den laufstärksten Bremern, wirft sich in Zweikämpfe und stößt aus der Tiefe immer wieder mit in den Strafraum, um Torgefahr auszustrahlen. „Er denkt zuerst an die Mannschaft. Mit dieser Denkweise zeigt er, welche Klasse er hat, sei es im Passspiel, bei seinen Bewegungen im Raum, der Arbeit gegen den Ball und und und“, lobte Kohfeldt.

Nach sieben Liga-Spielen mit vier Siegen, zwei Remis und einer Niederlage ist der Rekordmann aus dem Bremer Mittelfeld – egal, ob Kohfeldt mit einem Dreier- oder Vierermittelfeld spielen lässt – schon nicht mehr wegzudenken. „Der Hunger ist sehr groß innerhalb des Teams“, legte Klaassen, wie es so seine Art ist, am Donnerstag lieber das Hauptaugenmerk auf seine Kollegen. Jeder habe jetzt viel Selbstvertrauen gesammelt vor den schwierigen Aufgaben auf Schalke und gegen Leverkusen. „Wir müssen sehr viel arbeiten, um diesen Platz halten“, meinte er mit Blick auf Rang vier in der Tabelle.

Druck bei Schalke

Die Chance für Werder in Gelsenkirchen ist groß, einen Champions-League-Teilnehmer auf Distanz zu halten oder den Vorsprung sogar auszubauen. Der Druck jedenfalls liegt bei den Gastgebern, die erst sechs Zähler und damit acht weniger als die Bremer geholt haben. „Vom Namen her, vom Kader und von der individuellen Qualität, kommt jetzt eine Mannschaft auf uns zu, die nicht umsonst in der Champions League spielt“, sagte Kohfeldt. Ein Transfer, wie der von Sebastian Rudy aus München zu den Königsblauen, zeige die Dimensionen, „die sind schon sehr groß. Aber wir freuen uns darauf, wir wollen die Herausforderung angehen und wir wollen auf Schalke gewinnen.“

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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