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Werder spielt im April zweimal gegen Leipzig: Alt gegen jung, bedürftig gegen betucht

10.04.2021

Bremen Mit einem Punktspiel gegen den Club aus Sachsen beginnen für den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen an diesem Samstag (15.30 Uhr, Weserstadion) die RB-Leipzig-Wochen. Am Freitag, 30. April (20.30 Uhr/ARD), sind die Leipziger dann im Halbfinale des DFB-Pokals erneut in Bremen zu Gast.

Fußball aus der Dose

So regelmäßig, wie das Team von Trainer Julian Nagelsmann auf dem Rasen sehenswerten Fußball zeigt, so regelmäßig wird daran erinnert, aus welcher Motivation heraus das Leipziger Fußball-Projekt geschaffen wurde. Reporter-Legende Manni Breuckmann bezeichnete es jüngst als „reine Werbemaßnahme für ein Kaltgetränk und sonst nix“. Und der 69-Jährige legte nach: „Da ist im Rahmen der Kommerzialisierung das Rad noch einmal ein Stück weitergedreht. Aber wie das Leben so spielt: Die sind jetzt fester Bestandteil der Fußball-Bundesliga, ernsthaft diskutieren kann man darüber nicht mehr, ich hab aber nach wie vor Vorbehalte.“

Hier gibt es eine Grafik zum Thema

Dass Fußballer des Geldes wegen den Verein wechseln, ist im Profigeschäft Alltag. Dass Fußballer des Geldes wegen nach Leipzig wechseln, ist für viele Fans aber schwer zu verkraften. Das erfuhr Davie Selke (26), als er 2015 aus Bremen zum damaligen Zweitligisten Leipzig ging. Heftige Kritik prasselte auf den damals 20-Jährigen, der inzwischen als Leihgabe von Hertha BSC wieder bei Werder gelandet ist, herein. Er bekam zu spüren, dass Vereine, die es schon seit Jahrzehnten gibt, durchaus mit großen Summen um sich werfen dürfen. Bei Vereinen, die erst seit Kurzem auf dem Markt sind, gelten andere Befindlichkeiten. Tradition ist ein Kriterium, das in der sich schnell entwickelnden Branche Profifußball nicht zu unterschätzen ist.

Bemerkenswerte Trainer

Beim Blick auf das Trainer-Duell wird sichtbar, dass Tradition und Kontinuität aber nicht überall wichtig sind. Denn der 38-jährige Werder-Coach Florian Kohfeldt liegt mit einer Amtszeit von drei Jahren und fünf Monaten in der Liste der dienstältesten Bundesligatrainer schon auf Rang zwei (es führt Freiburgs Christian Streich/9 Jahre und drei Monate). Der 33-jährige Leipziger Übungsleiter Nagelsmann ist erst ein Jahr und neun Monate im Amt, belegt damit im Ranking aber immerhin den fünften Platz – Trainer werden eben schneller getauscht als Einstellungen.

Auf die Frage, ob er sich für die Bundesliga oder für den Pokal entscheiden würde, wenn er sich denn nur einen Sieg gegen Leipzig aussuchen könnte, antwortete Kohfeldt mit einem Schmunzeln: „Gewinnen in der Liga und dann im Pokal im Elfmeterschießen weiterkommen. Das zählt statistisch als Unentschieden.“

Verzichten muss Kohfeldt auf Niclas Füllkrug, Ludwig Augustinsson (beide verletzt) und Maximilian Eggestein (gesperrt). Den Leipzigern fehlen Dayot Upamecano und Nordi Mukiele (beide gesperrt).

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