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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Max Kruse jagt den Elfmeter-Rekord

11.03.2019

Bremen Davy Klaassen musste kurz nachdenken. „Letztens hat er im Training einen gegen den Pfosten geschossen. Das war das erste Mal, dass ich das bei ihm gesehen habe“, erzählte der Niederländer von Werder Bremen mit einem Schmunzeln im Gesicht. Er sprach über Max Kruse und dessen Stärke vom Elfmeterpunkt. 13 Versuche, 13 Tore – nur zwei Spieler haben dies in der Geschichte der Fußball-Bundesliga übertroffen. „Ich mache mir keine Sorgen, wenn Max antritt“, versicherte Klaassen.

Kruses Strafstoßtor zum 2:1 in der 52. Minute ebnete Werder am Freitag den Weg zum 4:2 (1:1)-Erfolg gegen Schalke 04. Der 30-Jährige verzögerte wie gewohnt kurz vor dem Schuss, guckte Torwart Alexander Nübel aus und schob souverän in die linke Ecke ein. Kruse war an nahezu jeder gefährlichen Szene beteiligt, bereitete das 1:1 des ebenfalls starken Milot Rashica vor, leitete das 3:1 durch Rashica ein. „Er war der überragende Mann“, attestierte Trainer Florian Kohfeldt.

„Wir ziehen immer den Risikopass dem sicheren Pass vor, das ist unsere Philosophie“, erklärte Kruse. In der ersten halben Stunde hatte das zunächst überhaupt nicht geklappt, die Schalker waren klar besser im Spiel und führten verdient. Werder aber ließ sich von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen – und hatte dieses Mal auch das Spielglück auf seiner Seite. Vor dem 1:1 stand der aktiv eingreifende Claudio Pizarro knapp im Abseits, bei Kruses Elfmeter griff der Videoschiedsrichter durchaus umstritten ein.

„Danach haben wir dann unsere Spielidee verfolgt. Das zeichnet uns in den letzten Wochen aus“, meinte Kruse. Die Bremer sind 2019 weiter ungeschlagen, nach fünf Remis aus den ersten sieben Spielen des Jahres tat der Dreier auch in der Tabelle gut. „Es war heute ein Pflichtsieg. Ansonsten redet man sich das schön und sagt, man ist ja noch ungeschlagen“, fand Joker Martin Harnik, der das 4:2 erzielte, bemerkenswert deutliche Worte.

Sein Trainer wollte sich indes nicht darauf einlassen, die Tabelle mit Blick auf die Europapokalträume erneut neu zu bewerten, versprach aber, „dass wir bis zum letzten Tag, an dem die Qualifikation möglich ist, alles probieren werden. Wenn es nicht klappt, war es trotzdem richtig, es zu versuchen.“

Die schönste Randgeschichte eines gelungenen Abends schrieb derweil Fin Bartels, der 454 Tage nach seinem Achillessehnenriss ab der 84. Minute seine lange Leidenszeit beendete und von den Fans mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. „Das war Gänsehaut pur für mich. Ich habe selten einen emotionaleren Moment im Fußball erlebt. Ich kann nur einen Riesen-Dank an die Fans richten“, sagte Bartels, dem das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht ging: „Deswegen habe ich den ganzen Mist zwischendurch gemacht, um wieder hier zu stehen: Freitagabend, Flutlicht, zu Hause, vor dieser Kulisse.“

Viel Zeit zum Genießen hatte der 32-Jährige nicht. „Ich muss gleich ins Bett, um mich auf morgen vorzubereiten“, verriet er weit nach dem Abpfiff. Am Samstag stand der gebürtige Kieler für Werders Reserve im Regionalliga-Heimspiel gegen den VfB Oldenburg (1:1) auf dem Platz. Bartels sammelte 70 Minuten Spielpraxis, bereitete den Bremer Treffer vor: „Ich habe wieder Minuten für meine Fitness gesammelt. Das tut gut.“

Und Max Kruse? Der fieberte (erfolglos) am Sonntag mit seinem Ex-Club FC St. Pauli beim Stadtderby gegen den Hamburger SV (0:4) am Millerntor mit. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) bei Bayer Leverkusen geht der Kapitän dann weiter auf Rekordjagd. Der Beste der 100-Prozent-Elfmeterschützen der Liga-Geschichte heißt Hans-Joachim Abel. Der ehemalige Spieler von Düsseldorf, Bochum und Schalke traf 16-mal bei 16 Versuchen. Ludwig Nolden schaffte für den MSV Duisburg 15 perfekte Strafstöße. Bleibt Kruse so abgeklärt wie bisher, wird er diesen Rekord bald brechen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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