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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werders Saison-Aufarbeitung: So läuft in Bremen eine Revolution ab

11.07.2020

Bremen Schon die Sitzordnung machte am Freitagmittag klar, wie es beim vor wenigen Tagen noch stark abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Werder Bremen weitergehen soll. Als Trainer Florian Kohfeldt, Aufsichtsrats-Chef Marco Bode sowie die drei Geschäftsführer Klaus Filbry, Frank Baumann und Hubertus Hess-Grunewald (er ist auch Präsident des Stammvereins) am Freitag nebeneinander im Medienraum des Weserstadions auf dem Podium Platz nahmen, wurde allein an der Menge der Personen deutlich, was hier demonstriert werden sollte und dann auch vertont wurde: Wir stehen zusammen, wir übernehmen gemeinsam Verantwortung – und wir machen trotz einer fürchterlich verlaufenen Spielzeit auch in dieser Konstellation weiter. Werder hatte erst in der Relegation den Klassenerhalt geschafft.

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Was bleibt

Die handelnden Personen behalten allesamt ihre Ämter. Dass Kohfeldt bleiben werde, war bereits am Donnerstag durchgesickert. Dieser betonte am Freitag, er habe in den Tagen davor keinesfalls mit einem Weggang gedroht. Vielmehr müsse er sich „extrem bedanken bei all den Menschen, die hier sitzen, die mir intern und extern den Rücken gestärkt haben und immer von mir überzeugt waren“. Bode erklärte, dass der Verein im letztlich gewonnenen Kampf um den Klassenerhalt stets zu Kohfeldt gehalten habe. „Warum sollen wir jetzt – wo wir es geschafft haben – anderer Meinung sein“, wiederholte er sein Bekenntnis zum Trainer. Der setzt in der Vorbereitung auf Kontinuität: Werder wird sich wie in den vergangenen Jahren in Österreich (15. bis 25. August in Zell am Ziller) in einem Trainingslager auf die neue Saison vorbereiten.

Was sich ändert

Ein „Weiter so“ solle es nach dieser Saison nicht geben, hatte Kohfeldt vor Tagen erklärt. Grundsätzlich lautet das Credo an der Weser aber: Weiter so, was das Personal angeht, andere Wege in der Ausführung. Vor allem die falsche Trainingssteuerung und die daraus resultierende riesige Verletzungsmisere kreidete sich Kohfeldt an. „Das darf mir nicht noch einmal passieren“, sagte er: „Ich war getrieben von dem Ehrgeiz, die Mannschaft auf ein anderes athletisches Niveau zu heben. Die Mannschaft war dazu nicht bereit. Der Fehler lag bei mir.“ Auch im Trainerstab und im Team rund um das Team soll es Veränderungen geben, die auch Kohfeldts bisherige Co-Trainer Tim Borowski, Ilia Gruev und Thomas Horsch betreffen könnten. Diskutiert wird zudem, ob eine Art Teammanager eingestellt wird. Dieser könnte Kohfeldt und Baumann in einigen Bereichen entlasten.

Die Finanzen

Vor allem wird sich aber das Gesicht der Mannschaft verändern. Zum einen, weil viele Spieler enttäuschten. Vor allem aber, weil Werder besonders auch wegen der Folgen der Corona-Krise Geld durch Spielerverkäufe benötigt. Neben Milot Rashica, der vor einem Wechsel zum Ligarivalen RB Leipzig steht, könnten daher auch weitere Leistungsträger wie Davy Klaassen den Verein verlassen. Unverkäuflich sei niemand, stellten die Werder-Bosse klar, gleichzeitig solle aber „niemand unter Wert verkauft werden“. Der für die Finanzen zuständige Geschäftsführer Filbry bezifferte den finanziellen Schaden in der vergangenen und in der neuen Saison auf insgesamt rund 30 Millionen Euro. Da ist kaum noch Handlungsspielraum für Spielerverpflichtungen. Holte Werder im vergangenen Sommer vor allem gestandene Profis wie Niclas Füllkrug und Ömer Toprak, soll in Zukunft – auch aus finanziellen Gründen – wieder auf junge und entwicklungsfähige Spieler gesetzt werden. „Es wird ein neuer Weg, der Inhalte des alten beinhaltet. Es wird wieder mehr in Richtung Entwicklung gehen“, sagte Kohfeldt.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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