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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Benjamin Gollers Kampf gegen die Brocken

24.09.2019

Bremen Wie Benjamin Goller sich gefühlt hat am Samstagabend, ist nicht überliefert – junge Fußballer, das macht Werder Bremen sehr konsequent, werden nach ihren Premieren von der Öffentlichkeit ferngehalten. Tatsächlich muss sich das nur 1,80 Meter große und etwa 65 Kilogramm leichte Fliegengewicht vorgekommen sein, wie ein Radfahrer, der am Fuß auf drei massive Felsenwände zufährt.

Die drei Brocken, die sich dem 20-jährigen Startelf-Debütanten im Bremer Weserstadion in den Weg stellten, trugen das Trikot von RB Leipzig, bilden die Dreierkette des Champions-League-Teilnehmers und heißen Ibrahima Konaté (20 Jahre/1,94 Meter/93 Kilogramm), Dayot Upamecano (20/1,86/80) und Willi Orban (26/1,86/83).

„Ab und zu ist er noch abgeprallt, aber das gehört dazu“, stellte Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach der 0:3-Pleite fest, richtete im gleichen Atemzug aber ein ausdrückliches Lob an seinen Angreifer: „Trotzdem hat Benni es richtig gut gemacht. Das war ein sehr gutes Debüt.“

In der Tat war Goller auffällig im Vergleich zu Sturmpartner Joshua Sargent. Immer wieder ging der flinke Mann in Dribblings, schaffte es auch, seine nicht so beweglichen, dafür aber körperlich turmhoch überlegenen Gegenspieler, zunächst stehen zu lassen. Aber: Seine gelungenen Aktionen brachte er nicht zu einem erfolgreichen Ende, weil dann doch zumeist einer der drei Leipziger Brocken dem anderen zur Hilfe kam, an dem Goller letztlich zerschellte.

Lob für den Debütanten, der aus der Jugend von Schalke 04 kam und im Sommer aus Gelsenkirchen an die Weser wechselte, gab es auch von seinen Teamkollegen. „Der Benni hatte ein paar richtig geile Aktionen. Man sieht, dass der Junge Qualität hat“, sagte zum Beispiel Michael Lang. Auch der erfahrene Philipp Bargfrede verteilte Komplimente: „Er hatte tolle Szenen, an ihm lag es nicht.“

Goller ist einer von deren, die bei Werder eigentlich für die Reserve in der Regionalliga eingeplant waren, der aufgrund der nicht enden wollenden Personalmisere aber plötzlich im Rampenlicht steht. Bei Union Berlin (2:1) wurde er bereits in der letzten Minute eingewechselt, nun stand er erstmals in der Bundesliga das komplette Spiel auf dem Platz. Da Niclas Füllkrug (Kreuzbandriss) ganz lange und Yuya Osako (Muskelverletzung) sowie Fin Bartels (Knie-Operation) noch recht lange fehlen werden, dürfte Goller auch in den nächsten Wochen zumindest ein Kandidat für regelmäßige Einwechslungen sein. Milot Rashica könnte allerdings an diesem Samstag (18.30 Uhr) bei Borussia Dortmund nach seinen muskulären Problemen in die Bremer Startformation zurückkehren und Goller damit auf die Bank verdrängen.

Ein anderer Bundesliga-Debütant bekam indes gegen Leipzig „nur“ einen Kurzeinsatz – hatte dafür aber eine spannendere Entstehungsgeschichte. Luc Ihorst, eigentlich ebenfalls ein Viertligaspieler, war mit der Zweiten bereits auf dem Weg nach Havelse zum Regionalligaspiel, wo die U 23 am Samstag mit 3:2 gewann. Auf einem Rastplatz kehrte der 19-Jährige nach einem Anruf von Kohfeldt an U-23-Trainer Konrad Fünfstück um – und wurde in der 80. Minute eingewechselt. „Es war schön für den Jungen“, sagte Kohfeldt, wollte aber keine falschen Erwartungen wecken: „Das wird jetzt nicht die Regelmäßigkeit für ihn, es war eine Notsituation.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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