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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werders Torschütze: Bittencourt glänzt im Spiel mit Gleichaltrigen

02.06.2020

Bremen Vor einigen Tagen kassierte Leonardo Bittencourt eine unerwartete Niederlage. In Corona-Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche nicht wie gewohnt draußen Fußball spielen können, nahm der Profi von Werder Bremen in einem Raum des Weserstadions für den Kindersender „Kika“ an einem Wettbewerb teil. Dabei ging es in einem Video-Fernduell mit der Moderatorin um geschickte Ballbehandlung im Wohnzimmer. Bittencourt saß auf dem Hosenboden, klemmte sich einen Ball zwischen die Füße und versuchte nach einer Art halber Rückwärtsrolle, den Ball in einen hinter ihm stehenden Papierkorb plumpsen zu lassen. In 20 Sekunden gelangen dem technisch versierten Offensivspieler zwei Treffer, die nicht fußball-affine Moderatorin schaffte in der gleichen Zeit vier. Bittencourt hatte trotzdem sichtlich Spaß an der Sache und nahm die Niederlage mit Humor.

Im Spiel mit Gleichaltrigen hat der 26-Jährige derzeit mehr Erfolg. Vor gut einer Woche gelang ihm per Distanzschuss das Tor zum 1:0-Sieg der Bremer in Freiburg. Und auch am vergangenen Samstag war Bittencourt der Schütze des einzigen Treffers, beim 1:0-Erfolg bei Schalke 04 traf er in der 32. Minute mit einem sehenswerten Fernschuss.

Einsatz gegen Frankfurt fraglich

„Was ihn ausmacht, ist, dass er seine persönlichen Interessen total zurückstellt. Diese Mentalität brauchen wir, die hat Leo vorgelebt“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach dem Schalke-Spiel und spielte darauf an, dass er Bittencourt nach dem Freiburg-Spiel in der darauf folgenden Partie gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) zunächst auf die Bank gesetzt hatte. Im Spiel auf Schalke stand er dann wieder in der Startelf – und traf erneut. In der Halbzeitpause musste Kohfeldt den Torschützen allerdings wegen einer Beckenprellung auswechseln. Ob er an diesem Mittwoch (20.30 Uhr, Weserstadion) im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt mitwirken kann, ist noch offen.

Der Deutsch-Brasilianer tut mit seinen Toren also einiges dafür, um ab Sommer ein richtiger Bremer zu sein. Denn im Falle des Klassenerhalts wäre Werder dazu verpflichtet, den derzeit von 1899 Hoffenheim nach Bremen verliehenen Profi für eine Ablösesumme von rund sieben Millionen Euro zu kaufen. Spielt und trifft Bittencourt dauerhaft so wie in den vergangenen Tagen und Wochen – die Papierkorbnummer mal ausgenommen – wäre das in normalen Zeiten gut investiertes Geld. In Corona-Zeiten bedeutet so eine Summe trotz der zweifelsohne vorhandenen Klasse von Bittencourt für Werder allerdings eine hohe Belastung.

Durchbruch blieb bislang aus

Die Konstellation, dass der Profi womöglich langfristig vom Europapokal-Aspiranten Hoffenheim zum Abstiegskampf-Teilnehmer Bremen wechselt, zeigt aber noch anderes: Bittencourt hat in seiner bisherigen Karriere das große Versprechen, das er zu Berginn seiner Laufbahn verkörperte, noch nicht eingelöst. Als junger Profi blieb ihm der Durchbruch bei Borussia Dortmund versagt, mit dem 1. FC Köln stieg er 2018 aus der Bundesliga ab. Den Gang in die 2. Bundesliga machte er allerdings nicht mit und ging nach Hoffenheim. Dort erlangte er aber – auch aufgrund von Verletzungen – wie schon in Dortmund nicht die erhoffte Rolle.

Bremen könnte also der Ort sein, an dem sich Bittencourt fängt und mit dauerhaft guten Leistungen das bestätigt, was viele schon vor Jahren von ihm erwartet hatten. Seine Einschätzung nach dem Schalke-Spiel zur Lage der Mannschaft im Abstiegskampf klingt daher so, als gelte sie in Teilen auch für ihn selbst: „Das ist jetzt das dritte Spiel in Folge, wo wir eine komplett andere Mentalität zeigen. Das ist der Weg, den wir weitergehen wollen. Das ist genau der richtige. Man sieht, es trägt Früchte. Deswegen dürfen wir davon nicht abkommen und denken, dass wir die Krassesten sind.“

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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