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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Wie Werder-Trainer Kohfeldt seinen Spielplan verändert: Angriff mit zwei Prellböcken und einem Profiteur

08.05.2021

Bremen Der DFB-Pokal ist so etwas wie der Lieblingswettbewerb von Florian Kohfeldt. Viertelfinale, Halbfinale, Viertelfinale, Halbfinale lautet die Bilanz von Werder Bremen, seitdem der 38-Jährige dort als Cheftrainer arbeitet – eine bemerkenswerte Statistik für ein Team, das in der Fußball-Bundesliga inzwischen zum unteren Drittel gehört. Genau diesen Pokal-Modus fordert der Trainer nun auch für den Endspurt im Abstiegskampf – und verändert für diesen auch seine Spielphilosophie an den letzten drei Spieltagen.

Das sagt Trainer Kohfeldt

„Der starke Fokus wird darauf liegen, dass die Mannschaft wieder Mentalität auf den Platz bringt. Das Taktische tritt etwas in den Hintergrund“, sagt Kohfeldt vor dem Heimspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen und dürfte diese Herangehensweise auch in den anschließenden beiden Partien beim FC Augsburg (15. Mai) und gegen Borussia Mönchengladbach (22. Mai) nicht mehr verändern. Nach sieben Niederlagen in Serie in der Liga und dem Absturz auf Platz 15 sehe er „keinen großen Unterschied zu einem Pokalspiel“. Die Aufgabe für die Mannschaft sei, „dass sie das wieder zeigt“, was sie beim unglücklichen 1:2 nach Verlängerung im Halbfinale gegen RB Leipzig auf den Platz gebracht hatte. Das heißt: Kämpfen, kratzen, beißen. Es sei eine „Verpflichtung der Spieler“ und eine „Aufgabe für die Mannschaft“, diese Leistung zu bestätigen.

Restprogramm im Tabellenkeller

14. Hertha BSC (30 Punkte/38:49 Tore): Bielefeld (Heim), Schalke (Auswärts), Köln (H), Hoffenheim (A). 15. SV Werder (30/34:51): Leverkusen (H), Augsburg (A), Gladbach (H).

16. Arminia Bielefeld (30/ 23:46): Hertha |BSC (A), Hoffenheim (H), Stuttgart (A). 17. 1. FC Köln (29/32:56): Freiburg (H), Hertha (A), Schalke (H).

Das war der Plan in dieser Saison

Aus einer extrem tief stehenden, kompakten Defensive heraus hatte Werder über die gesamte Saison gesehen versucht, spielerische Lösungen zu finden und über kleinere, wendige Spieler wie Milot Rashica, Leonardo Bittencourt, Romano Schmid oder Yuya Osako nach vorne zu kommen – zumeist erfolglos. Die großen, kopfballstarken Stürmer wie Davie Selke und Niclas Füllkrug waren entweder verletzt, nicht fit oder außen vor. Die einzige Konstante im Bremer Offensivspiel war Joshua Sargent, der sich aber in vielen Mann-gegen-Mann-Duellen aufrieb und seine Torgefahr verlor. So gilt der Bremer Sturm als laues Lüftchen – mit 34 Toren stellt Werder die viertschwächste Offensive der Liga.

Das ist der Plan für die letzten drei Spiele

Werder wird auch gegen die in der Offensive extrem talentierten Leverkusener tief verteidigen, wahrscheinlich wieder mit einer Fünferkette, wie Kohfeldt durchblicken ließ. Der offensive Plan wird sich aber dem Pokal-Modus angleichen. Werder will mit einfachen Mitteln nach vorn kommen, das heißt: Nach Ballgewinnen mit langen Pässen auf Selke und Füllkrug operieren, die durch ihre Robustheit als Prellböcke fungieren. „Sie haben zusammen eine enorme körperliche Präsenz auf dem Platz, die wir in anderen Kombinationen nicht haben – gerade auch mit Joshua als drittem Spieler dazu“, sagte Kohfeldt über seine beiden größten Angreifer, die zwar technische Schwächen haben, dafür aber keinen Zweikampf scheuen und auch verbal als Anführer auftreten. Wenn Selke und Füllkrug in die Duelle gehen, soll der fleißige Sargent profitieren, den Ball sichern oder selbst torgefährlich werden. „Wir werden keinen Traumfußball mehr spielen, deswegen sind diese Tugenden so wichtig aktuell“, begründet Kohfeldt seinen neuen Matchplan. Der Einsatz von Selke und Füllkrug gebe zudem „bei Standards und grundsätzlich umkämpften Bällen eine gewisse Präsenz in der vordersten Linie“, so der Trainer. Rashica, Bittencourt, Schmid oder Osako dürften damit erst einmal auf der Bank sitzen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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