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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Jetzt stellt sich die Stadionfrage

17.06.2019

Delmenhorst Einige liegen sich in den Armen, ballen die Fäuste und schreien ihre Freude lauthals heraus, andere wiederum schlagen ungläubig die Hände über den Kopf zusammen – doch es ist kein Traum. Fußball-Oberligist Atlas Delmenhorst trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals tatsächlich auf den benachbarten Bundesligisten Werder Bremen. Ex-Nationalspielerin Nia Künzer zog die Paarung am Samstagabend in der ARD-Sportschau.

„Es ist ein absolutes Traumlos“, freut sich Delmenhorsts Trainer Key Riebau, der seit einigen Wochen den Fünftligisten betreut, über das Losglück: „Für die Spieler wird es ein ganz besonderes Spiel gegen die Profis werden. Aber auch für die Fans und die ganze Stadt.“ Immerhin liegt das letzte DFB-Pokal-Spiel der Delmenhorster gut 39 Jahre zurück. Qualifiziert hatte sich das Team durch den Gewinn des Niedersachsenpokals. Riebau hat bereits selbst Erfahrungen im DFB-Pokal gesammelt. In der Vorsaison war er Trainer des Regionalligisten SSV Jeddeloh, der sich damals ebenfalls über den Niedersachsenpokal qualifiziert hatte. In der ersten Hauptrunde trafen die Jeddeloher auf den Zweitligisten 1. FC Heidenheim (2:5).

Wo das Pokalderby allerdings stattfinden wird, ist derzeit noch offen. Die erste Möglichkeit wäre, das Pokalspiel im heimischen Delmenhorster Stadion an der Düsternortstraße auszutragen. Allerdings müsste es wohl aufwendig für den DFB-Pokal auf Vordermann gebracht werden. Und: das Stadion fasst nur knapp 6000 Zuschauer. „Natürlich wäre so ein Spiel in Delmenhorst auch toll. Aber allein die Kapazität spricht dagegen“, erklärt Abteilungsleiter Thomas Luthardt.

Eine weitere Option wäre, die Partie auf neutralem Boden auszutragen. Mögliche Spielorte sind das Marschwegstadion in Oldenburg – vergangene Saison spielte Jeddeloh hier gegen Heidenheim – oder die Bremer Brücke in Osnabrück.

Doch am liebsten würden die Verantwortlichen von Atlas im Bremer Weserstadion spielen. Ob der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem aber zustimmt, ist fraglich. Denn: Nach den DFB-Durchführungsbestimmungen ist ein Heimrechttausch nämlich ausgeschlossen. Bastian Fuhrken, Gründungs- und Vorstandsmitglied bei Atlas, formuliert es aber anders. Demnach sei es kein Tausch im eigentlichen Sinne – denn Atlas würde weiter Heimrecht genießen und Werder wäre die Gastmannschaft. Allerdings würde Bremen somit ein Auswärtsspiel im eigenen Stadion bestreiten. Und ob der DFB dem zustimmen kann und wird, ist ebenfalls mehr als fraglich. Die Erstrunden-Partien finden zwischen dem 9. und 12. August statt.

Aber: Egal, wo das Pokal-Derby auch ausgetragen wird, es wird ein ganz besonderes Spiel – auch für Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Der 36-Jährige ist in Siegen geboren, wuchs dann in Delmenhorst auf und machte dort sein Abitur. „Wir freuen uns sehr über das Los. Das Spiel ist aufgrund der Nähe für das gesamte Werder-Land etwas Besonderes“, sagte Kohfeldt.

Dass Bremen noch einmal ein anderes Kaliber ist als damals Heidenheim, weiß auch Riebau. „Es ist eine Herkulesaufgabe, aber es geht vor allem darum, dass die Jungs es einfach genießen und die DFB-Pokal-Atmosphäre aufsaugen“, gibt der Coach seinen Schützlingen mit auf den Weg: „Es ist ein riesen Erlebnis, das sie sich durch ihre Arbeit verdient haben. Sie dürfen keine Angst haben.“ Natürlich hätten sich die Delmenhorster auch über Bayern München oder auch Borussia Dortmund gefreut, aber „für die Fans und das drumherum ist es das absolut passende Los“, sagt Riebau. Schließlich trennen die beiden Clubs zwar vier Ligen, aber nur 13,4 Kilometer Luftlinie.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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