EMDEN - Ein Nordlicht mischt die Dritte Liga auf. Mit 13 von 15 möglichen Punkten geht Kickers Emden als Tabellenführer in die Punktspielpause an diesem Wochenende. Doch trotz des Höhenfluges ticken die Uhren bei den Kickers nicht schneller.
Emdens Trainer Stefan Emmerling ist weiterhin darum bemüht, den Ball flach zu halten. „Das war ein Bombenstart, keine Frage. Aber noch haben wir nichts erreicht“, sagt der 42-Jährige, der 249 Bundesliga- und 106 Zweitligaspiele bestritt.
Bei dem Aufwand, den die Emder für ihre Punkte betreiben müssten, sei das bisherige Punktekonto hart erwirtschaftet, ergänzt Emmerling, der bei den Ostfriesen seit der vergangenen Saison als Verantwortlicher auf der Bank sitzt. In diesem Spieljahr soll ein einstelliger Tabellenplatz herausspringen.
Das Team ohne Stars, in dem Lawrence Aidoo der bekannteste Spieler ist, hat sich mit dem Mini-Etat von etwa 2,2 Millionen Euro auf den Weg gemacht, dieses Ziel zu erreichen. Mit dem zuletzt errungenen 5:2-Sieg über den VfR Aalen hat die Elf zudem Kritiker widerlegt, sie könne nur mit einem Treffer mehr als der Gegner Spiele gewinnen.
Vom Zweitliga-Aufstieg, spricht die sportliche Führung der Kickers nicht. Emmerling formuliert es anders: „Wenn wir schon einmal so weit oben stehen, dann möchten wir diesen Zustand möglichst lange konservieren.“ Daran soll auch im nächsten Pflichtspiel (12. September) bei Werder Bremen II gearbeitet werden.
