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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Trauer um Ex-Werder-Star Burgsmüller

21.05.2019

Essen /Oldenburg Manfred Burgsmüller war, so sagte er selbst, ein „komischer Fußballer“. Wem das zu negativ war, der nannte den quirligen Blondschopf liebevoll „das größte Schlitzohr der Bundesliga-Geschichte“. Burgsmüller war ein Pott-Original, seinen einzigen Meistertitel holte er aber im Trikot von Werder Bremen – als Enddreißiger.

Nun ist „Manni“, wie ihn alle riefen, überraschend im Alter von 69 Jahren in Essen gestorben. Sein langjähriger Club Borussia Dortmund bestätigte dies am Montagabend. Demnach soll sein früher Tod ein natürlicher gewesen sein.

„Wir haben die Nachricht während des Spiels erhalten und waren schockiert“, sagte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann am Montagabend am Rande des mit 7:1 gewonnenen Freundschaftsspiels beim Regionalliga-Absteiger VfL Oldenburg: „Ich kann für die ganze Werder-Familie sagen: Manfred Burgsmüller hat große Spuren in unserem Verein hinterlassen.“ Dort hatte der Angreifer von 1985 bis 1990 gespielt.

Zuletzt ging es Burgsmüller nicht mehr gut. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, litt er an Arthrose in den Füßen, ging am Stock. 21 Jahre als Bundesliga-Profi hatten Spuren hinterlassen, ebenso, dass er auch danach nicht vom Leder lassen konnte. Dies war am Schluss nicht mehr rund, sondern ein Ei, als Burgsmüller bei Rhein Fire noch mit 52 Jahren als Kicker auflief und als ältester American-Football-Profi der Welt galt.

Den letzten seiner 213 Bundesliga-Treffer, die viertmeisten überhaupt und mehrheitlich im BVB-Trikot, erzielte er mit fast 40 Jahren in der Saison 1989/90 für Werder Bremen.

„Man konnte mich keiner Position zuordnen. Bis heute weiß man wohl nicht, ob Burgsmüller eine Nummer neun oder ein Zehner war“, sagte er einmal dem Blog „Jawattdenn“ seines Ex-Clubs Rot-Weiss Essen: „Ich war irgendetwas dazwischen. Ich war überall auf dem Platz, vor allem in Tornähe. Die Trainer der Nationalmannschaft setzten auf Spieler, die sich an ihre taktischen Vorgaben und Positionen hielten. Ich war anders, ich passte zum Beispiel Helmut Schön wohl nicht ins Konzept.“

Nur drei Länderspiele bestritt Burgsmüller, beim Neuaufbau nach dem WM-Desaster 1978 wurde er links liegengelassen. Zu alt sei er. Und wie aus Trotz knipste er noch mehr als elf weitere Jahre.

Trainer Otto Rehhagel glaubte an Burgsmüller, holte ihn 1985 im Alter von 35 Jahren aus der 2. Bundesliga von Rot-Weiß Oberhausen zu Werder. „Der sah mich spielen und sagte: ,Den will ich haben, der ist topfit!‘“, erinnerte sich Burgsmüller: „Und zur Krönung wurde ich dann im hohen Fußballer-Alter endlich Meister!“ 1988 war das, Werder läutete damit goldene Jahre ein. Erst 1990 beendete er in Bremen seine Laufbahn.

Legendär war der Treffer, den Burgsmüller 1986 für Werder gegen den 1. FC Kaiserslautern erzielte. Er schlich sich von hinten an Torhüter Gerald Ehrmann heran, als der eine Anspielstation suchte. Nach einer leichten Berührung durch den Angreifer ließ der überraschte Schlussmann den Ball fallen, Burgsmüller schob ihn ins Tor.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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