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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Kruse redet schwaches Bremer Spiel schön

26.11.2018

Freiburg Das Spielfazit von Max Kruse direkt nach dem Abpfiff geriet genauso daneben wie der Auftritt von Werder Bremen über weite Strecken der Partie zuvor. „Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht und guten Fußball gespielt. Wir hätten das Spiel auch gewinnen können“, kam der Kapitän des Bundesligisten nach dem überaus glücklichen 1:1 (0:1) beim SC Freiburg zu einer erstaunlichen Ansicht.

Denn ärgern über das Ergebnis mussten sich am Sonntag nur die Freiburger, die ihren dritten Heimsieg leichtfertig aus der Hand gaben. Nach der Führung durch U-21-Nationalspieler Luca Waldschmidt (42. Minute) hatten die Gastgeber mehrere große Chancen, die Partie zu entscheiden. Für Werder verhinderte Ludwig Augustinsson (90.+2) in der Nachspielzeit nach einer Ecke die vierte Niederlage in Serie.

Viel Glück im Spiel

„Wir spielen guten Fußball, aber machen die Tore nicht. Der Punkt war wichtig für das Selbstvertrauen“, redete Kruse den Abend im Breisgau schön. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt zeigte aber eine über weite Strecken schwache Leistung und hatte viel Glück. „Es war ein spannendes Spiel mit Emotionen in beide Richtungen. Mit dem Ausgleich haben wir uns für den hohen Aufwand belohnt, auch wenn der Zeitpunkt glücklich war. Die drei Niederlagen haben uns nicht verunsichert, aber sie haben uns ein bisschen die Leichtigkeit genommen“, kam Kohfeldt vor dem Heimspiel am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Rekordmeister Bayern München zu einem wesentlich ausgewogeneren Fazit als sein Kapitän.

„Pavlas hat das sehr gut gemacht, er hat uns im Spiel gehalten“, stellte der Trainer den besten Bremer heraus. Torwart Jiri Pavlenka war mit Abstand der aufmerksamste Gäste-Akteur, verhinderte mit zahlreichen Paraden einen höheren Rückstand.

Wie sehr die drei Pleiten in Serie den Bremern zusetzen, zeigte sich in Freiburg von Beginn an. In der ersten halben Stunde war von Werder in der Offensive nichts zu sehen. Stattdessen scheiterten die Freiburger Waldschmidt (11.), Pascal Stenzel (17.) und Marco Terrazzino (25.) mehrfach.

Die Bremer Offensive brauchte eine halbe Stunde, um sich an ihre alten Qualitäten zu erinnern. Innerhalb von nur zwei Minuten vergaben Martin Harnik (31.) und Davy Klaassen die bis dahin größten Gelegenheiten des Spiels. Immerhin machten die Chancen den Gästen Mut, Werder traute sich in der Folge mehr zu – bis der Rückschlag folgte.

Einen Distanzschuss von Waldschmidt (40.) wehrte Innenverteidiger Niklas Moisander mit dem ausgestreckten Arm ab. Schiedsrichter Bastian Dankert schaute sich die Szene auf dem Videobildschirm an und entschied auf Elfmeter, den Waldschmidt souverän verwandelte.

Kaum Bremer Torgefahr

Überraschend war, dass Werder kaum Torgefahr entwickelte. Stattdessen hätten Waldschmidt (50.) und Lucas Höler (85.) die Führung ausbauen können, scheiterten aber an Pavlenka. Kurz vor Schluss traf Höler freistehend den Pfosten (87.). Das wurde durch die späte Offensive der Bremer bestraft, die Augustinsson nutzte. „Das ist natürlich bitter. Wir laufen viermal allein auf den Torwart zu, da müssen wir einen machen, dann ist das Spiel gegessen“, sagte Freiburgs Christian Günter.

Kruse blieb indes im Angriff ohne gefährliche Aktionen. Zuletzt waren Zweifel am Fitnesszustand des 30-Jährigen aufgekommen. Erneut darauf angesprochen platzte dem Kapitän im Innenraum des Stadions am Sonntag der Kragen. „Es wird Zeit, dass einige Leute die Klappe halten“, sagte Kruse. Er höre dieses „Fitness-Gelaber“ seit sechs, sieben Jahren: „Das geht mir tierisch auf den Sack. Am Ende muss man nur auf meine Statistik gucken.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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