GELSENKIRCHEN/ - Felix Magath kann noch immer lächeln, die Euphorie der Schalker Fans wird auch eine Pleite beim Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin nicht erschüttern. Während über 100 000 Anhänger der Königsblauen am Sonntag zur offiziellen Saison-Eröffnungsparty in die Schalker Arena pilgerten, wehrte sich Meistermacher Magath vehement gegen eine von ihm erwartete Hexer-Rolle. Es ist ein Neuanfang. Das bedeutet auch eine neue Spielweise. Und das ist nicht so schnell in 14 Tagen oder vier Wochen zu machen, sagte der neue Schalke-Chefcoach nach dem verdienten 1:2 beim 1. FC Union.
Nach den Heim-Niederlagen beim Blitzturnier in Gelsenkirchen gegen die Liga- Kontrahenten VfB Stuttgart (0:1) und Bayern München (1:2) musste sich Schalke nun auch dem mit mehr Schwung und Tempo operierenden Berliner Zweitligisten geschlagen geben.
Das ist nicht wie bei einem eingespielten Team das braucht Zeit, betonte Magath, der eine Woche vor dem Saisonstart mit dem Pokal-Spiel beim Fünftligisten Germania Windeck in Köln noch immer nach Form und Stammelf fahndet. Im vorletzten Test experimentierte Magath mit U-21-Europameister Benedikt Höwedes und Nationalspieler Heiko Westermann als Doppel-Sechser im Mittelfeld. Links durfte 1,5-Millionen-Euro-Zugang Jan Moravek verteidigen, in der zentralen Abwehr agierte neben Marcelo Bordon der 20-jährige Peruaner Carlos Zambrano, was der Zweitligist schnell als Schwachstellen ausgemacht hatte. Vielleicht hätten wir mit einer anderen Formation stabiler gestanden, aber es ist ja eine Phase, wo man etwas ausprobiert, so der Schalke-Coach.
Union machte es dem Erstligisten nicht nur bei den Toren von Karim Benyamina (2. Minute) und des von Werder Bremen gekommenen John Mosquera (52.) vor 13 509 Zuschauern vor. Vicente Sanchez hatte in der 49. Minute ausgeglichen. Durch den Erfolg dürften die Berliner auch bei den Bremern für Vorsicht gesorgt haben.
Denn der Pokal-Verteidiger muss am kommenden Sonnabend in der ersten Runde des DFB-Pokals an der Alten Försterei antreten.
