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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Füllkrug hadert mit neuer Rolle

30.07.2019

Grassau Von einem Moment auf den anderen begannen die Augen von Niclas Füllkrug zu funkeln. Über das ganze Gesicht huschte binnen weniger Sekunden der Ausdruck puren Glücks. Der Stürmer von Werder Bremen freut sich wie Bolle, der Fußball allerdings spielt dabei keine Rolle. „Im August werde ich Vater. Meine Frau Lisa und ich können es kaum erwarten“, sagte Füllkrug am Montag in der Lobby des Hotels in Grassau und fügte beim Medien-Gespräch während des Trainingslagers hinzu: „Das ist der bislang größte Schritt, den ich in meinem Leben gehe.“

Im August also ändert sich für Füllkrug privat ziemlich viel. Auch die eine oder andere schlaflose Nacht wird dann sicherlich dazugehören. Diese möchte er jedoch auch auf dem Rasen den gegnerischen Verteidigern bescheren. Am liebsten sofort und am liebsten immer. „Mein Ziel ist, stets in der Startelf zu stehen. Der Trainer wird immer die seiner Meinung nach beste Elf aufstellen. Es liegt an mir, dazuzugehören. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich Tore schießen kann.“

So wie am Sonntag in Grassau im Test gegen Eibar. Da wurde Füllkrug in der 62. Minute für Osako eingewechselt, 13 Minuten später hatte er zwei Treffer erzielt. In der 70. Minute auf Vorarbeit von Claudio Pizarro, fünf Zeigerumdrehungen weiter nach einem Pass von Johannes Eggestein. Allerdings musste Füllkrug beide Male nur noch einschieben, weshalb er auch relativierte: „Zu dem Zeitpunkt war Eibar schon zerfallen, wir standen ja mit vier Mann frei. Schön, dass ich die Bälle bekommen habe, aber es war nicht kompliziert, sie ins Tor zu befördern.“

Deutlich komplizierter sind da schon seine Ambitionen, in der Startelf zu stehen – zumindest zum Saisonstart. Immerhin hat Füllkrug seit Mitte Dezember wegen eines Knorpelschadens im rechten Knie pausieren müssen. Es ist für ihn schon die dritte Verletzung dieser Art, dennoch war Werder die Rückholaktion des Stürmers 6,3 Millionen Euro wert. „Ich bin ja davor drei Jahre verletzungsfrei gewesen“, erklärte er.

Im ersten Trainingslager im Zillertal wurde der 26-Jährige noch herangeführt, inzwischen kann er alle Übungseinheiten mitmachen. „Das Knie ist komplett in Ordnung. Aber ich kann noch nicht sagen, wann ich wieder mein bestes Leistungsniveau erreiche. Dafür brauche ich Spielpraxis und muss in einen Rhythmus kommen. Ob ich bereits Luft für 90 Minuten habe, weiß ich ebenso wenig. Im Training falle ich jedenfalls nicht ab und in den kleinen Spielchen ließ sich auch sehen, dass ich was drauf habe.“

Füllkrug ist selbstbewusst, muss aber dennoch Eigenwerbung betreiben. Denn nicht nur die lange Ausfallzeit gefährdet seinen anvisierten Stammplatz, auch die Positionierung im System von Trainer Florian Kohfeldt könnte ein Problem darstellen. Sein Förderer aus Jugendzeiten hatte ihn eigentlich als zentrale Spitze eingeplant, favorisiert in dieser Rolle inzwischen jedoch Yuya Osako. Füllkrug soll nun eher von Außen in die Mitte stoßen, was diesem allerdings überhaupt nicht behagt. „Auf außen sehe ich mich null komma null. Dafür bin ich nicht der Spielertyp“, stellte Füllkrug klar.

Und jetzt? „Wenn Yuya zentral spielt, dann muss ich eben so lange trainieren, bis ich besser bin als er“, erklärte Füllkrug. Dabei setzt der gebürtige Hannoveraner auch darauf, dass seine Stärken aufgrund der Trainingssteuerung noch gar nicht richtig zur Geltung kommen konnten. „Bisher standen Flanken und Abschlüsse ja noch nicht explizit auf dem Programm“, sagte er. Mit einer Zielvorgabe hält er sich auch zurück. „Ich definiere mich schon als Torjäger. Es wäre jedoch nicht intelligent, über eine Anzahl von Treffern zu reden.“ Den wichtigsten hat er ja eh bereits erzielt – und für den wird er im August belohnt.

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