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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Hinten Nachthemd – vorne Frack

02.08.2019

Grassau Am Freitag beendete Werder Bremen sein zweites Trainingslager des Sommers in Grassau im Chiemgau. Am Samstag steht um 15 Uhr im Weserstadion mit der Partie gegen den FC Everton ein letzter Test auf dem Programm, bevor in der kommenden Woche die Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen Atlas Delmenhorst am Samstag, 10. August, beginnt. Wie jedoch sieht dann die Start-Elf von Trainer Florian Kohfeldt aus?

Und in welchem System will der 36-Jährige in dieser Saison bevorzugt agieren lassen? Die beiden Trainingslager haben Aufschlüsse über personelle Vakanzen und Optionen sowie eine komplexere Art der Taktik gegeben.

Tor

Zwischen den Pfosten gibt es eine klare Hierarchie. Jiri Pavlenka ist die unumstrittene Nummer Eins, das akzeptiert auch Ersatzmann Stefanos Kapino ohne Wenn und Aber. Der Grieche war in der Hinrunde der vergangenen Saison verletzt und konnte die überraschend häufigen Fehler Pavlenkas daher nicht nutzen. In der Rückrunde dann rief der Tscheche seine herausragenden Fähigkeiten auf der Linie sowie beim Eins-gegen-Eins wieder konstant ab.

Abwehr

Dieser Mannschaftsteil ist wegen der immer noch auf sich warten lassenden Zugänge aktuell Werders Baustelle. Die von Kohfeldt präferierte Viererkette stellt sich in Theodor Gebre Selassie, Marco Friedl, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson fast von selbst auf. Rechts kann Felix Beijmo keinen Druck auf „Theo“ ausüben und links spielt der von seiner Ausleihe zurückgekehrte Robert Bauer in den Plänen keine Rolle mehr, weil da auch Friedl eingesetzt werden kann. Dieser aber sieht sich innen und hat dort sogar schneller als erwartet die große Chance, sich festzuspielen. Denn Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp haben auf Grund von Verletzungen noch gar nicht mit der Mannschaft trainiert und werden so schnell keine vollwertige Option sein. Weil Kohfeldt seine Taktik immer auch am Gegner ausrichtet, pressiert besonders die Verpflichtung eines (nach Möglichkeit auch links einsetzbaren) Rechtsverteidigers. Denn für eine Dreier-Abwehr will Kohfeldt den kopfballstarken und routinierten Gebre Selassie nach innen ziehen.

Mittelfeld

Hier sind zwei Akteure als Fixpunkte eingeplant. Sowohl Maximilian Eggestein als auch der neue Vize-Kapitän Davy Klaassen gelten unabhängig vom System als gesetzt und sind ohne längere Form-Krisen unantastbar. Da Philipp Bargfrede noch eine Zeit lang nicht zur Verfügung stehen wird, dürfte Nuri Sahin das Duo ergänzen. Doch obwohl Kohfeldt den früheren Dortmunder über die Maßen schätzt, will und kann er diesem keine Stammplatz-Garantie einräumen. Sahin ist anders als Bargfrede kein „aggressiver Balleroberer“, sondern verkörpert eher den Typ „umsichtiger Ballverteiler“. Je nach Gegner dürfte Kohfeldt deshalb in diversen Partien dem aufstrebenden Kevin Möhwald den Vorzug geben.

Angriff

Vorne kann Werder fast schon traditionell aus einem reichen Fundus schöpfen. Zwei Stürmer allerdings haben sich einen Vorsprung erarbeitet. Milot Rashica knüpfte in der Vorbereitung nahtlos an seine starken Leistungen aus der Rückrunde an und der in einen Frischbrunnen gefallene Yuya Osako ist der große Gewinner der Trainingslager.

Da angesichts seiner Ablösesumme von 6,3 Millionen Euro ein Platz auf der Ersatzbank für Niclas Füllkrug kaum darstellbar ist, versucht Kohfeldt diesem die für ihn ungeliebte Rolle auf der rechten Außenbahn schmackhaft zu machen. Mehr als nur eine Joker-Rolle können die Youngster Josh Sargent und Johannes Eggestein einnehmen. Besonders auf den jüngeren Eggestein hält Kohfeldt große Stücke. „Er soll sich als offensiver Mittelfeldspieler begreifen, der wie ein Stürmer denkt“, philosophiert der Trainer. Der hat überdies auch noch den sich nach schwerer Verletzung herankämpfenden Fin Bartels sowie natürlich Claudio Pizarro in der Hinterhand. „Claudio kann ein Spiel nach wie vor verändern“, sagt Kohfeldt. Bei diesem Angebot an Angreifern dürfte Martin Harnik ohne Perspektive sein.

System

Offensiv wird Werder wohl hauptsächlich am 4-3-3 festhalten. Gegen den Ball soll sich entweder Eggestein neben Sahin zur „Doppel-Sechs“ zurückziehen oder aber Osako auf die Position eines „Zehners“ fallen lassen. In ersterem Falle würde Klaassen für ein 4-2-3-1 auf die Position des „Zehners“ vorrücken, in zweitem Falle würden Füllkrug und Rashica in einem 4-4-2 mit Raute bei Balleroberung in die Spitze stoßen – ein System, das auch offensiv denkbar ist, jedoch die Gefahr der defensiven Anfälligkeit auf der Außenbahn in sich birgt. Sollte es noch zu einer Verpflichtung von Michael Gregoritsch vom FC Augsburg kommen, wäre wohl Sahin der Leidtragende. Für ihn würde dann Eggestein den „Sechser“ geben.

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