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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Mertesacker springt seinem alten Freund Özil zur Seite

12.07.2018

Hamburg Per Mertesacker, Weltmeister von 2014, hat nach dem WM-Desaster der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Russland den Umgang mit Starspieler Mesut Özil kritisiert. „Alles an seiner Person festzumachen, ist falsch“, sagte der Ex-Hannoveraner und Bremer dem Radioprogramm des NDR: „Ich glaube, es ist ganz gut, dass er jetzt im Urlaub ist, dass er mal zurückblicken kann. Ich denke, da ist er auch schon sehr selbstkritisch mit sich und kann das gut einschätzen.“

Der ehemalige England-Legionär war bei Werder Bremen und dem FC Arsenal Teamkollege von Özil. Der Innenverteidiger bot sich als Gesprächspartner an: „Er weiß, dass er mich jederzeit anrufen und auf mich zählen kann. Wir haben so lange zusammengespielt und so viele tolle Sachen erlebt.“

Auch Philipp Lahm, der ebenfalls mit Özil 2014 Weltmeister wurde, stärkte dem Linksfuß den Rücken. Dieser habe sich „innerhalb der Mannschaft immer tadellos verhalten, total kollegial. Auch seinetwegen haben sich viele Menschen in Deutschland mit der Mannschaft identifiziert.“

Der Ex-Bayern-Profi ließ zudem durchblicken, dass ihm Teammanager Oliver Bierhoffs viel kritisierte Äußerungen zu Özil missfielen. „Jetzt ist die Zeit zu analysieren: die Leistungen auf dem Platz, den Umgang mit dieser Affäre. Und danach muss man mit seiner Haltung an die Öffentlichkeit gehen. Das wäre die richtige Aufarbeitung“, sagte Lahm.

Auch Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld kritisierte den DFB für den Umgang mit Özil und Ilkay Gündogan. „Ich glaube, dass man ihnen damit keinen Gefallen getan hat, sie mit zur WM zu nehmen, wo sie unter so gewaltigem Druck standen. Man hätte sie aus meiner Sicht schützen müssen und zu Hause lassen, um danach wieder einen Neuanfang zu machen. Dann hätte man während der WM Ruhe gehabt, das Thema wäre gegessen gewesen“, sagte der Ex-Trainer des FC Bayern und von Borussia Dortmund dem „Sportbuzzer“.

Die Affäre um die Erdogan-Fotos habe „sicher auch Einfluss auf die Mannschaft“ gehabt, schrieb der 69-Jährige in seiner Kolumne.

Vor der WM hatten Özil und Gündogan durch gemeinsame Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für einen Eklat gesorgt. Özil schweigt bis heute zu den Bildern.

Die Kritik an DFB-Präsident Reinhard Grindel und Bierhoff wird indes auch aus der Politik immer schärfer. Grünen-Mann Cem Özdemir brachte die Ablösung der Spitze ins Gespräch. „Wir brauchen dringend einen sportpolitischen Neustart beim DFB, gerne mit neuen Gesichtern“, schrieb er in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“. Zuvor hatte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, gefordert: „Bierhoff und Grindel müssen zurücktreten, wenn sie in ihrer langen Karriere nichts anderes gelernt haben als: ,Man verliert als Özil’ anstatt ,Man verliert als Mannschaft’.“

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