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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Nur Chancenwucher stört starke Bremer

21.01.2019

Hannover /Bremen Florian Kohfeldt konnte es gar nicht fassen, dass nur ein einziges Tor gefallen war. „Eigentlich ist es wahnwitzig, dass es beim 1:0 geblieben ist“, sagte der Trainer von Werder Bremen und schüttelte dabei ein wenig ungläubig den Kopf. Trotz 23 Torschüssen und einem Dutzend hochkarätiger Chancen schaffte es lediglich Milot Rashica (32. Minute), den Ball über die Linie zu drücken. So musste der Fußball-Bundesligist von der Weser beim Rückrundenauftakt bei Hannover 96 völlig unnötig bis zum Schluss um den knappen Auswärtssieg zittern.

Statistik

Hannover: Esser - Sorg (86. Felipe), Akpoguma, Wimmer, Albornoz - Anton - Schwegler (72. Fossum), Walace - Nicolai Müller, Wood (63. Jonathas), Weydandt. Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Sahin (86. Möhwald) - Maximilian Eggestein, Klaassen - Harnik (63. Bargfrede), Kruse, Rashica (80. Sargent). Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb). Tor: 0:1 Rashica (32.). Zuschauer: 44 300.

„Die Jungs wollten unbedingt. Ich habe die nötige Konsequenz, den letzten Willen, gespürt“, lobte Kohfeldt seine Mannschaft, die vor allem in der ersten Halbzeit stark aufspielte. Klar, der Chancenwucher missfiel dem 36-Jährigen, da er jedoch unbestraft blieb, fiel die Kritik kürzer aus. „Vor dem Tor müssen wir uns verbessern“, monierte der Werder-Trainer.

Vor allem Martin Harnik, Maximilian Eggestein und Rashica verpassten es, die spielfreudigen Bremer früher höher in Führung zu bringen. Immer wieder scheiterten sie am „überragenden Keeper Michael Esser“ (Kohfeldt) oder an den eigenen zu schwachen Abschlüssen. Zur Pause hätte sich der erschreckend schwache Tabellenvorletzte nicht beschweren dürfen, hätte es bereits 4:0 für die Gäste gestanden.

So musste am Ende „ein dreckiges Scheißtor“, wie Kohfeldt es nannte, den Bremern helfen. Harnik leitete eine Hereingabe von Max Kruse mit der Hacke aufs Tor weiter, Esser parierte, den Abstauber schob Rashica ein. „Milot hat heute ein Spiel für uns entschieden. Das freut mich für ihn und das tut ihm gut“, sagte Kohfeldt.

Der Kosovare hatte schon kurz vor der Winterpause starke Leistungen gezeigt, gegen Hoffenheim (1:1) und in Leipzig (2:3) aber viele klare Tormöglichkeiten ausgelassen. „Die vergebenen Chancen, das war letztes Jahr“, meinte Rashica erleichtert: „Ich bin sehr glücklich. Es fühlt sich gut an, so in die zweite Halbserie zu starten.“

Er habe in den vergangenen Wochen viel mit dem 22-Jährigen geredet, berichtete Kohfeldt, „und dabei habe ich ihn nicht nur in den Arm genommen, sondern auch manches kritisch angesprochen“. Das zahlt sich immer mehr aus, vor allem das hohe Tempo Rashicas gibt dem Bremer Spiel eine neue Komponente. „Milot hat ein super Spiel gemacht. Er wird in der Rückrunde noch sehr wichtig werden“, meinte Sebastian Langkamp, der in der Innenverteidigung den Vorzug vor Milos Veljkovic erhielt und eine solide Leistung zeigte.

Will Werder tatsächlich aber um die internationalen Plätze kämpfen, sollte das Team in den kommenden Wochen deutlich effektiver auftreten. „Uns fehlt die Cleverness“, kritisierte Philipp Bargfrede, der eingewechselt wurde und damit sein Comeback gab. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) gastiert die offensivstarke Frankfurter Eintracht im Weserstadion, „dann geht es gegen die drei Verrückten“, scherzte Kohfeldt. Er sprach damit das Offensiv-Trio Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic an, das zusammen in dieser Saison bereits 29 Tore erzielt hat – so viele, wie das gesamte Team von Werder Bremen.

„Beide Mannschaften spielen offensiv, wollen immer Tore erzielen. Ich glaube, wir können uns auf eine spannende, offene Partie freuen“, prophezeite Kohfeldt in dem Wissen, dass sich seine Profis dann nicht so einen Chancenwucher leisten dürfen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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