Jeddeloh - Mit seinen 18 Jahren hat er schon viel erlebt. Dass Anton Stach aber nach den Stationen Werder Bremen, JFV Nordwest und VfL Osnabrück in der Jugend am Ende in der Regionalliga beim SSV Jeddeloh landen würde, hätte der Fußballer sicher nicht gedacht. Die Entscheidung, sich dem Ammerländer Oberliga-Meister anzuschließen, erwies sich im bisherigen Saisonverlauf für beide Seiten aber als reiner Glücksfall.
„Es freut mich total, dass alles so gelaufen ist, wie es jetzt ist. Ich wollte in meinem ersten Jahr im Männerbereich unbedingt spielen. Dass ich hier in Jeddeloh vom Trainerteam so das Vertrauen bekommen habe, freut mich ungemein“, sagt der 18-Jährige, der sich in der Mittelfeldzentrale hinter den Spitzen am wohlsten fühlt.
Der Wechsel an den Küstenkanal kam Stach sehr gelegen. Da der VfL Osnabrück seine zweite Mannschaft zur Saison 2017/2018 vom Ligabetrieb abgemeldet hatte, war der Weg nach Jeddeloh geebnet. „In Oldenburg kann ich auch mein Studium der Sport- und Wirtschaftswissenschaft machen“, zählt Stach einen weiteren Grund für seinen Wechsel auf.
Probleme, sich in die Mannschaft einzubringen, gab es nicht. „Mit Michel Hahn und Niklas von Aschwege kannte ich schon zwei Spieler aus meinen anderen Jugendvereinen. Aber auch die erfahreneren Spieler helfen bei Fragen immer wieder gern“, freut sich Stach.
Auch Trainer Key Riebau sieht in dem Talent, das bisher bei allen Regionalliga-Spielen für den SSV auf dem Platz stand, einen wichtigen Baustein im Team. „Anton ist für sein Alter vom Kopf her schon sehr ruhig, lernwillig und weiß ganz genau, wo er hin will. Er tut dem Team gut.“
Gut tun dem Team auch seine Freistöße. Bereits dreimal konnte der 18-Jährige einen Freistoß direkt verwandeln. Sein Erfolgsrezept: „Früher schon in der Jugend bei Werder habe ich mir nach dem Training Männchen aufgebaut und verschiedene Sachen ausprobiert. Daran arbeiten ich auch weiterhin“, sagt Stach mit einem Lachen.
Auch vor dem Spitzenspiel am Samstag um 16 Uhr in der 53acht-Arena gegen den SC Weiche Flensburg gibt sich Stach selbstbewusst. Die Jeddeloher empfangen als Tabellenzweiter den Vierten, wollen sich aber nicht verstecken: „Wir spielen derzeit guten Fußball und haben momentan auch die nötige Portion Glück. Am Samstag werden wir uns alle wieder auf dem Platz zerreißen. Ein Sieg wäre natürlich herrlich.“
