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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Pizarro lässt Werder-Liebe ruhen

18.10.2017

Köln /Bremen Claudio Pizarro grübelte kurz. Wann er zuletzt in Bremen war, das wollte ihm nicht einfallen. „Was haben wir jetzt – Oktober?!“

Seit dem Sommer steht der 39-jährige Fußballer nicht mehr beim SV Werder unter Vertrag, vor drei Wochen hat er sich dem 1. FC Köln angeschlossen. An diesem Sonntag (13.30 Uhr) trifft Köln auf Pizarros Ex-Team. Der Letzte der Bundesliga empfängt den Vorletzten. Vor dem Duell gab der Peruaner im Geißbockheim Auskunft über seinen Abschied von der Weser und die prekäre Situation der Clubs. Zusammen kommen FC und Werder auf fünf Punkte – aus jeweils acht Spielen.

Keine Zeit für Mitleid

Mitleid kann sich Pizarro nicht leisten. Werders Situation sei „nicht mein Problem. Mein Problem ist jetzt, dass der FC drei Punkte braucht“, sagte er. Der Bremer in ihm muss für mindestens 90 Minuten hintenanstehen. „Ich vermisse die Jungs, wir waren gute Kollegen und Freunde, aber der Fußball geht weiter. Am Sonntag werde ich Bremen nicht vermissen, aber Werder wird immer in meinem Herzen sein“, betonte der Angreifer.

Die 0:2-Pleite der Bremer gegen Borussia Mönchengladbach habe er sich angeschaut, „um zu sehen, was ich am Wochenende gegen sie machen kann“, sagte Pizarro: „Ich kann ein bisschen sagen, wie die Spieler sich bewegen. Ich kenne sie sehr gut.“

Als „Schlawiner“ ist Pizarro womöglich bestens dazu geeignet, den Ball ins Netz zu befördern, wenn das wie gerade beim FC ansonsten nicht so klappt (drei Saisontore). Den „Schlawiner“ verdankt Pizarro Bayern-Boss Uli Hoeneß. Zwischen 2001 und 2007 sowie 2012 und 2015 spielte er bei den Münchnern.

Ein Tor am Sonntag gegen Bremen, das wäre eine Geschichte. Auf einen Jubel würde er verzichten: „Einfach aus Respekt vor den Fans und den Leuten, mit denen ich gespielt habe. Das mache ich nicht.“

104 Tore hat Pizarro für die Grün-Weißen geschossen. Im Sommer war Schluss. Gerüchten zufolge sei den Werderanern der alternde Star als dritter Stürmer zu teuer geworden. Pizarro sagte, es sei nicht ums Finanzielle gegangen. „Wir haben über kein Geld gesprochen. Die haben gesagt, sie wollen das nicht mehr weiter machen. Wie können wir über Geld sprechen, wenn die das nicht wollen?“

Fragen zur Zukunft von Werder-Trainer Alexander Nouri wich er aus. Der Name Bruno Labbadia, der als möglicher Nachfolger ins Gespräch gebracht wurde, sei „schon im vergangenen Jahr dagewesen“. Sein Verhältnis zum Sportdirektor Frank Baumann sei „ganz normal: Hallo, wie geht’s? Unsere Kinder waren in der gleichen Schule.“

WM 2018 ein Traum

Auf der Suche nach Alternativen habe er sich Zeit gelassen, getrieben von einem Gedanken: „Die Idee von der WM ist immer da“, sagte der Stürmer. Peru kann sich für das Turnier 2018 in Russland qualifizieren, vorausgesetzt das Land setzt sich im November in den Playoffs gegen Neuseeland durch. Pizarro wurde allerdings seit eineinhalb Jahren nicht mehr von Nationalcoach Ricardo Gareca berücksichtigt. Seitdem hat Peru die nötigen Punkte in der südamerikanischen Qualifikationsgruppe geholt. Dennoch glaubt Pizarro, eine Hilfe sein zu können: „Wenn ich fit bin, dann werde ich gut sein für die Mannschaft.“

An Selbstvertrauen mangelt es ihm nicht. Er habe intensiv trainiert. Gegen Werder von Anfang an zu spielen, wäre „für mich kein Problem“, betonte Pizarro – und das mit seinem Schlawiner-Grinsen.

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