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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Dramatisches Ende schockt Köln

11.12.2017

Köln Stefan Ruthenbeck saß minutenlang geschockt auf der Trainerbank, die Kölner Spieler kämpften mit den Tränen – und die Fans forderten: „Vorstand raus!“. Mit der unfassbaren 3:4-Pleite nach 3:0-Führung im Kellerduell gegen den SC Freiburg hat das Tabellenschlusslicht 1. FC Köln den Tiefpunkt erreicht. Was zum sportlichen Befreiungsschlag werden sollte, wurde innerhalb weniger Minuten zur bittersten Niederlage einer ohnehin schon historisch schlechten Saison. Auch eine Woche nach der Trennung von Peter Stöger bleibt der FC anscheinend ein hoffnungsloser Fall und taumelt weiter dem Abstieg entgegen.

„Was soll ich dazu sagen, das ist die Krönung“, sagte der Kölner Dominique Heintz. Und der Abwehrspieler war dabei den Tränen nah. „Wir haben viele Dinge gut umgesetzt, trotzdem steht am Ende ein 3:4. Es lief alles gegen uns, die Mannschaft ist brutal niedergeschlagen“, sagte Ruthenbeck – völlig fassungslos.

Und selbst der Freiburger Dreifach-Torschütze Nils Petersen, der mit zwei späten Elfmetern mitten ins Kölner Herz traf, hatte fast Mitleid: „Wenn man Tabellenletzter ist, dann braucht es nur eine negative Sache, dann geht es nach hinten los. Der Fußball schreibt solche Geschichten. Es ist bitter für den FC.“

Köln bleibt mit nur drei Punkten Tabellenletzter und hat elf Zähler Rückstand auf den 17. Werder Bremen. Freiburg (15) liegt auf Rang 16. Bis zur Winterpause folgen noch die Spiele bei Bayern München (Mittwoch) und gegen den VfL Wolfsburg (Samstag).

Dabei hatten die Kölner mit einer spektakulären Anfangsphase alles für den ersten Saisonsieg vorbereitet. Lukas Klünter (8. Minute) und Sehrou Guirassy (16., Foulelfmeter) trafen, zudem lenkte Freiburgs Caleb Stanko (29.) eine Flanke von Konstantin Rausch unglücklich ins eigene Tor. 3:0, alles klar. Eigentlich.

Doch dann kippte das Spiel – mit dem dramatischen Höhepunkt in der Nachspielzeit. Petersen (39., 90. Foulelfmeter/90.+5, Handelfmeter) traf dreimal, zudem war Janik Haberer (65.) im Schneechaos von Köln erfolgreich.

120 Helfer hatten seit Sonntagmorgen versucht, den Platz von den Schneemassen zu räumen. Dies gelang allerdings nicht rechtzeitig, der für 13.30 Uhr geplante Anstoß wurde auf 14 Uhr verschoben. Auch zu diesem Zeitpunkt waren weite Teile des Rasens noch vom Schnee bedeckt. Entsprechend rutschten die Spieler und hatten Probleme mit der Standfestigkeit.

Die Führung des Kölner Vereins wandte sich nach der Pleite in einem Offenen Brief an die Fans. Dabei gestanden Präsident Werner Spinner und die Vizes Toni Schumacher und Markus Ritterbach eigene Fehler ein, stellten aber auch den geschiedenen Jörg Schmadtke (Sport-Geschäftsführer) und Peter Stöger (Trainer) kein gutes Zeugnis aus. Einen Rücktritt schloss der Vorstand aber aus.

„Bei allen äußeren Faktoren, die zusammengekommen sind und die wir nicht beeinflussen können, müssen wir selbstkritisch eingestehen, dass ein großer Teil der schwierigen Lage selbstverschuldet ist“, hieß es in dem Schreiben. Man habe „zu spät realisiert, dass das erfolgreiche Duo Jörg Schmadtke und Peter Stöger nicht mehr funktioniert – mit allen Konsequenzen, die dies bis heute hat, von Transfer- und Kaderentscheidungen bis zur Zahl der Verletzungen. Wir hätten genauer hinschauen und früher eingreifen müssen.“

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