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24.10.2017

Köln /Oldenburg Wir müssen und wir werden liefern, hatte Alexander Nouri vor dem Kellerduell beim 1. FC Köln vollmundig angekündigt. Was sein Team aber bei der Nullnummer anbot, war weit entfernt von „liefern“, und verfestigt die Frage, ob Nouri noch der richtige Mann für den Job ist.

Klar, der Bremer Trainer muss auch in Zeiten der Krise selbstbewusst auftreten. Deswegen darf man seine Aussagen vor der Partie nicht überbewerten. Und ihm ist zugutezuhalten, dass die Einstellung im Vergleich zur 0:2-Pleite gegen Gladbach eine bessere war. Werder rannte in Köln über 116 Kilometer – ein sehr guter Wert. Werder war engagiert. So weit, so gut.

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Bremen war aber auch gegen verunsicherte Kölner nicht in der Lage, sich klare Torchancen herauszuspielen, und bleibt bei nur drei Törchen in neun Partien. Die Sturmmisere ist der größte Kritikpunkt an Nouris Arbeit. Er schafft es nicht, seinen Profis Ideen und einen Plan zu vermitteln, um torgefährlicher zu werden. Und er schafft es nicht, Spieler wie Fin Bartels aus dem persönlichen Formtief zu holen. Das fünfte Remis und sechste Spiel ohne eigenen Treffer bedeutet Bremer Stillstand.

Also was nun tun, Werder? Weiter auf Nouri setzen, weil er das Team schon mal aus einer schwierigen Lage befreit hat? Oder die Reißleine ziehen und auf einen erfahren Coach wie Bruno Labbaddia, der in der Warteschleife stehen soll, setzen?

Das Problem: Auch ein neuer Trainer findet einen verunsicherten und qualitativ äußerst begrenzten Kader vor. Abgänge wie Serge Gnabry, Florian Grillitsch, Clemens Fritz und Claudio Pizarro wurden im Sommer einfach nicht adäquat ersetzt, und so wächst auch die Kritik an der Arbeit von Sportchef Frank Baumann.

Das Pokalspiel gegen Hoffenheim steht vor der Tür, dann kommt am Sonntag im FC Augsburg der nächste schlagbare Gegner ins Weserstadion. Liefert Nouri auch hier nicht ab, dürfte seine Zeit als Trainer an der Weser abgelaufen sein.