Marseille - Erst der 1:4-Schock gegen Leverkusen, dann die Verletzung von Timo Werner: RB Leipzig ist vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Sport 1) bei Olympique Marseille nicht gerade vom Glück verfolgt. Der Nationalstürmer konnte am Mittwoch wegen Oberschenkelproblemen nicht am Abschlusstraining in Leipzig teilnehmen. „Der Einsatz ist fraglich. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt“, teilte der Club mit. Der 22-jährige Werner hatte im Hinspiel den Treffer zum 1:0-Endstand erzielt und den Leipzigern damit eine gute Ausgangslage beschert.

„Nur die erste Hälfte des Glücks. Es wird ein richtig heißer Tanz in Marseille“, betonte Trainer Ralph Hasenhüttl. Ein Ausfall von Werner würde den RB-Coach nun auch im Angriff vor neue Probleme stellen. Im Stade Vélodrome muss sowieso alles passen: Die Defensive darf sich nicht wieder solche Patzer wie am vergangenen Montag gegen Bayer leisten, die Offensive sollte wieder zu alter Stärke zurückfinden.

„Für so ein Spiel haben wir eine ganze Saison lang gekämpft“, betonte Torwart Peter Gulacsi. Eine Niederlage mit einem Tor Unterschied bei mindestens einem eigenen Treffer würde den Leipzigern reichen, ein Remis sowieso.

RB Leipzig, der erst im Mai 2009 gegründete Neuling und Olympique Marseille, 1899 gegründet und trotz aller verzweifelten Versuche von Paris Saint-Germain in den vergangenen Jahren noch immer der einzige Club Frankreichs, der jemals die europäische Meisterklasse gewinnen konnte, teilen aktuell ein ähnliches sportliches Schicksal. Leipzig bangt um die Teilnahme an der Champions League als Tabellensechster, steht am Sonntag (18 Uhr) bei Werder Bremen schon wieder unter Druck.

Olympique ist nach der Nullnummer am Sonntag zu Hause gegen Montpellier von Champions-League-Qualifikationsplatz drei der Ligue 1 abgerutscht. Warum es also nicht erst recht über die Europa League versuchen. Drei Spiele sind es noch bis zum Finale in Lyon. Wer das gewinnt, sichert sich einen Platz in der Königsklasse.