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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

FUßBALL: Meistermacher geht mit Wehmut

25.05.2009

WOLFSBURG Hunderte Fans stürmten mit Schlusspfiff begeistert den Rasen, Torjäger Grafite sank mit Freudentränen in den Augen auf die Knie, nur Felix Magath ließ sich mit dem Jubeln Zeit. Als der VfL Wolfsburg den letzten Schritt zu seiner historischen ersten Meisterschaft gemacht hatte, ging der Vater des Erfolgs gemächlich in Richtung Mittellinie und nahm offenbar etwas abwesend die ersten Glückwünsche entgegen.

Die obligatorische Bierdusche weckte den zu Schalke 04 wechselnden Trainer wenig später auf, und die Begeisterung auf den Rängen erreichte ihren Höhepunkt. Magath verfiel mit Blick auf die jubelnden Fans in ungewohnte Sentimentalität: „Da fällt der Abschied schon schwer, das ist doch klar.“

Wölfe führen Werder vor

Die Fans des VfL dachten nicht an die Zukunft, sie feierten den neuen Meister im Hier und Jetzt. Dabei war der 34. und letzte Auftritt eines Champions absolut würdig. Gegen einen ausgebrannten Uefa-Cup- und DFB-Pokalfinalisten Werder Bremen zelebrierten die „Wölfe“ einen auch in dieser Höhe verdienten 5:1 (3:1)-Triumph. Die Konkurrenten aus München und Stuttgart hofften vergeblich auf einen Ausrutscher des Tabellenführers.

„Wir haben über die gesamte Saison hinweg stark gespielt und sind verdient Meister geworden“, sagte Magath. Sprach's und gönnte sich einen ersten Siegesschluck.

Auf dem Spielfeld hatte zuvor zum wiederholten Male das Sturmduo Grafite und Edin Dzeko geglänzt. Der Brasilianer erzielte in der 15. und 56. Minute seine Saisontreffer 27 und 28 und krönte sich damit zum Torschützenkönig, der Bosnier setzte in der 74. Minute den Schlusspunkt. Zvjezdan Misimovic (6.) und Sebastian Prödl (26./Eigentor) erzielten die übrigen VfL-Tore, für Werder war Diego (31.) erfolgreich.

Party auch ohne Balkon

Auch ohne Rathausbalkon ging die Party nach einem Autokorso in der Innenstadt weiter. 100 000 Fans umjubelten die „Wölfe“. Die Anhänger säumten dicht gedrängt die Straßen, als der Zug sich seinen Weg ins Zentrum bahnte. Auf einer Bühne präsentierten sich die VfL-Asse den Anhängern, die nicht nur im mit 30 000 Zuschauern seit Monaten ausverkauften VfL-Arena, sondern auch auf sieben

Großleinwänden mitgejubelt hatten.

Die Nachfolge von Magath tritt derweil der ehemalige Stuttgarter Meistercoach Armin Veh an. Veh, der an diesem Montag vorgestellt werden soll, war am 23. November vergangenen Jahres bei den Schwaben beurlaubt worden – nach einer 1:4-Niederlage in Wolfsburg.

Georg Gloystein aus Berne (Kreis Wesermarsch) erlebte den Titelgewinn der Wolfsburger hautnah im Stadion mit. „Meine Frau Irmgard hat mir die Karte zu unserem 45. Hochzeitstag geschenkt“, sagte Gloystein. Das Paar verschob sogar die geplante Familienfeier um einen Tag.

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