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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

3. Liga: Ein Weltstar im Emsland

19.09.2020

Meppen Einen Schlendrian duldete Torsten Frings schon als Profi nicht. Machte ein Mitspieler einen Meter zu wenig oder zog im Zweikampf zurück, konnte er sich sicher sein, von Frings angeraunzt zu werden.

Mit dieser Mentalität wurde Frings Vize-Weltmeister, deutscher Meister und Pokalsieger. Weshalb er auch als Trainer von seinen Spielern stets 100 Prozent fordert. Das bekamen die Profis des SV Meppen in der Vorbereitung bereits zu spüren. Nach einem 7:3-Sieg gegen den Landesligisten FC Schüttorf freute sich der 43-Jährige nicht etwa über den Sieg und sieben erzielte Treffer. Vielmehr bemängelte er das Abwehrverhalten und die drei Gegentore.

„Da waren wir einfach zu leichtfertig und zu arrogant“, fand Frings deutliche Worte. Seit Juli ist der Ex-Profi von Werder Bremen, Borussia Dortmund und Bayern München nun im Emsland und hängt sich seitdem Tag für Tag mit 100 Prozent rein. „Er hat auf dem Platz angepackt und macht das auch als Trainer“, sagte Sportvorstand Heiner Beckmann im „Kicker“ über den Nachfolger des zu Rot-Weiss Essen gewechselten Christian Neidhardt.

Nach der Verpflichtung von Frings ging ein Raunen durch das sonst so beschauliche Emsland. Ein Weltstar in der Provinz, das ließ auch bei den Konkurrenten in der 3. Liga aufhorchen. Frings selbst mag dieses Bild nicht. „Man muss ja nicht immer goldene Wasserhähne haben, um Fußball zu spielen“, sagte Frings bei seiner Vorstellung, zu der so viele Journalisten wie noch nie in die Hänsch-Arena gekommen waren: „Ich finde es super hier. Es ist alles da, was man braucht.“

Für Frings ist es die zweite Station als Cheftrainer, nachdem er in Darmstadt bereits nach knapp einem Jahr freigestellt worden war. Danach war es lange ruhig um ihn. „Ich habe einfach auf das Richtige gewartet“, sagte Frings. „Und ich habe das Gefühl, dass das nun hier in Meppen der Fall ist.“

Was die Rahmenbedingungen angeht, zählt der einstige Zweitligist in der 3. Liga zu den Abstiegskandidaten. Doch das interessiert Frings nicht. „Wir wollen unseren Fußball durchbringen“, sagte Frings vor dem Start an diesem Samstag (14 Uhr) gegen 1860 München.

Die Verantwortlichen hat Frings mit seiner Arbeitsmoral schon überzeugt. Und auch Rückschläge werden sie ihm verzeihen. Das Ziel ist es, den einstigen Fußball-Star langfristig an die Provinz zu binden.

„Wenn es passt, dann kann er hier gerne sogar den Rehhagel machen“, sagte Beckmann in Anspielung an den Bremer Kulttrainer, der 14 Jahre lang an der Weser tätig war.

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