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Bundesliga-Statistik Teil Ii Der Herr der Lüfte und der Flanken-Gott

Oldenburg - Der Ball ruht aufgrund der Corona-Krise, die Saison in der Fußball-Bundesliga soll dennoch zu Ende gebracht werden. Ab Anfang Mai hoffen die Vereine darauf, mit Geisterspielen weiterspielen zu können. In der Zwangspause stellt die NWZ in mehreren Teilen Profis vor, die in bestimmten Bereichen die Besten sind – wie den sichersten Passgeber Alex Witsel (Dortmund), den fleißigsten Läufer Joshua Kimmich (München) und den schnellsten Sprinter Achraf Hakimi (Dortmund).

Gewonnene Zweikämpfe

Das Zweikampf-Tier der Bundesliga kommt von Union Berlin – was aufgrund der körperbetonten Spielweise des Aufsteigers erst einmal gar nicht so überraschend ist. Es handelt sich jedoch nicht um einen Verteidiger, wie man vermuten könnte, sondern um einen Stürmer. 405 Zweikämpfe hat Sebastian Andersson an den ersten 25 Spieltagen bereits gewonnen. Der 28-jährige Schwede führt diese Wertung vor einem weiteren Angreifer an – Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach (334). Es folgen Jamilu Collins (Paderborn, 296), Sven Bender (Leverkusen, 288) und Konrad Laimer (Leipzig, 286). Der beste Bremer in dieser Wertung steht erst auf Rang 56 und heißt Maximilian Eggestein (212).

Die Mannschaft mit den meisten gewonnen Zweikämpfen sind indes die viertplatzierten Gladbacher (2829) vor Schalke 04 (2782) und dem 1. FC Köln (2778). Der schlechteste Verein ist der FC Augsburg (2271), Werder Bremen steht hier auf Rang 16 (2368).

Gewonnene Kopfbälle

Weil der Aufsteiger aus der Hauptstadt im Spielaufbau oft auf lange Bälle zurückgreift und Zweikampf-Tier Andersson hier als Zielspieler dient, ist der Schwede mit großem Abstand auch der Herr der Lüfte in der Bundesliga. 207 Kopfballduell hat der Stürmer (elf Saisontore) bereits gewonnen, leitet mit diesen immer wieder gefährliche Aktionen der Köpenicker ein. Leverkusens Bender auf Platz zwei hat „nur“ 118 Kopfballduelle gewonnen und steht damit vor Freiburgs Robin Koch (107), Wolfsburgs Wout Weghorst (105) und Dortmunds Mats Hummels (100).

Wenig überraschend aufgrund ihrer Spielweise sowie Anderssons Statistiken ist damit auch Union Berlin die Mannschaft, die die meisten Kopfballduelle aller Teams bestritt und am meisten von ihnen gewonnen hat (794). Mit einigem Abstand dahinter folgen Freiburg (582) und Köln (575). Während Werder (464) hier 13. ist, hat der Tabellenzweite aus Dortmund (364) am wenigsten Luftduelle für sich entschieden – weil er aber auch wie der Vorletzte Bayern München (410) aufgrund seiner fußballerischen Klasse weniger Kopfballduelle führt.

Flanken aus dem Spiel

Die Bananenflanke, die einst Manfred Kaltz berühmt gemacht hatte, schien eine Zeit lang schon aus der Mode zu kommen. Zu viele Mannschaften setzten auf Kurzpassspiel, arbeiteten darauf hin, den Gegner spielerisch mit Flachpässen zu überspielen. Inzwischen ist der wuchtige Mittelstürmer längst ein bewährtes Mittel im Fußball – und so werden gute Flanken wieder wichtiger. Der Flanken-Gott der Liga kommt dabei aus Frankfurt. Mit großem Abstand und 140 Flanken aus dem Spiel führt Filip Kostic diese Wertung an. Dabei hat der serbische Linksfuß, der 2018 mit dem Hamburger SV abgestiegen war, zur Eintracht wechselte und danach einen rasanten Aufstieg (Marktwert 40 Millionen Euro) hinlegte, bereits zehn Tore vorgelegt. Es folgen Christian Günter (Freiburg, 84) und Matthias Zimmermann (Düsseldorf, 80) auf den Plätzen zwei und drei sowie Thomas Müller (München, 77) und Karim Bellarabi (Leverkusen, 67) auf den Rängen vier und fünf.

Flankenfreudigstes Team ist indes – trotz aller spielerischen Qualitäten – Bayern München (406) vor Kostics Frankfurtern (385) und Fortuna Düsseldorf (290). Werder liegt in dieser Tabelle auf dem siebten Rang (251), obwohl den Bremern seit der Verletzung von Niclas Füllkrug (Kreuzbandriss) lange Zeit ein Mittelstürmer fehlte. Am wenigsten Flanken aus dem Spiel hat bisher das Schlusslicht aus Paderborn geschlagen (169).

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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