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Bundesliga-Statistik Teil IV Sommer packt zu – Harit kaum zu halten

Oldenburg - Der Ball ruht aufgrund der Corona-Krise, die Saison in der Fußball-Bundesliga soll dennoch zu Ende gebracht werden. Ab Mitte Mai hoffen die Vereine darauf, mit Geisterspielen weiterspielen zu können. In der Zwangspause stellt die NWZ in mehreren Teilen Profis vor, die in bestimmten Bereichen die Besten sind. Im letzten Teil geht es um die Torhüter der Liga und jene Profis, die am häufigsten auf Foulspiele zurückgreifen.

Gehaltene TorSchüsse

Oft stehen bei den gehaltenen Torschüssen eher die Keeper vorne, die bei den kleineren Vereinen der Liga spielen und dadurch in den Partien öfter gefordert werden. So ist es auch auf den Plätzen zwei bis vier – nicht aber auf Rang eins. Dort steht in Yann Sommer der Torwart des Tabellenvierten aus Mönchengladbach, der eine überragende Saison spielt. 97-mal hat der Schweizer die Versuche der Borussia-Gegner zunichte gemacht. Es folgen Rafal Gikiewicz (Union, 94), Rune Jarstein (Hertha, 83) und Robin Zentner (Mainz, 81). Fünfter in der Liga und in dieser Statistik ist Lukas Hradecky (Leverkusen, (75) vor Werder Bremens Jiri Pavlenka (74).

Weiße Weste

Bei den Spielen ohne Gegentor ist indes Manuel Neuer einsame Spitze. Der Nationaltorwart aus München schaffte es, in 25 Spielen 10-mal seinen Kasten sauber zu halten. Diese Wertung ist fest in der Hand der Spitzenteams: Roman Bürki (Dortmund), Peter Gulasci (Leipzig) und Lukas Hradecky (Leverkusen) blieben achtmal ohne Gegentreffer. Ganz hinten in der Statistik der Stammtorhüter: Werders Pavlenka, der immer spielte, aber nur einmal zu Null blieb – beim 1:0-Erfolg der Bremer in Düsseldorf.

Fouls am Gegner

Der Foulspieler der Liga ist ein Sechser – kein Wunder, müssen die Profis aus dem defensiven Mittelfeld der Mannschaften doch häufig in Zweikämpfe gehen, gegnerische Angriffe stoppen und Konter unterbinden. Robert Andrich von Union Berlin hat 53-mal zu einem unfairen Mittel gegriffen, um den Gegner aufzuhalten. In Konrad Laimer von RB Leipzig (50) folgt ihm ein weiterer Sechser. Dahinter stehen in Außenverteidiger Kingsley Ehizibue (Köln, 43) und Stürmer Sebastian Andersson (Union, 41) zwei Spieler anderer Positionen, ehe in Marko Grujic (Hertha, 41) ein weiterer defensiver Mittelfeldspieler die Top fünf abschließt. Leonardo Bittencourt (39) ist auf Rang sieben der foul-eifrigste Bremer – allerdings hat der Leihspieler in der ersten Saisonhälfte bei der TSG Hoffenheim gespielt.

Als Mannschaft greift der kampfstarke Aufsteiger Union (378) auf häufigsten auf Fouls zurück. Dahinter liegen Wolfsburg (333), Köln (332), Mainz (323) und Hertha (310) dicht zusammen. Werder steht mit 280 Fouls auf Rang neun, am seltensten benutzen die Spitzenteams aus Dortmund (219) und München (212) Regelwidrigkeiten in ihrem Spiel.

Gefoult worden

Kaum mit fairen Mitteln zu stoppen ist einer der Durchstarter dieser Saison – Amine Harit von Schalke 04. Der schnelle Marokkaner wurde bereits 68-mal gefoult und steht deutlich an der Spitze dieser Wertung. Lucas Höler (Freiburg, 57), Maximilian Arnold (Wolfsburg, 53), Jhon Cordoba (Köln) und Marcus Thuram (Gladbach, beide 49) folgen ihm. Auch hier steht Bittencourt (Hoffenheim und Bremen) auf Rang sieben (47).

Als Mannschaft wird Borussia Mönchengladbach (314) am häufigsten unfair gestoppt. Auch der SC Freiburg (305) und Fortuna Düsseldorf (303) scheinen schwer aufzuhalten zu sein. Werder (292) steht auf Rang sechs dieser Statistik, könnte aber aufgrund des Nachholspiels gegen Eintracht Frankfurt noch weiter nach vorne rutschen. Am seltensten werden – ziemlich überraschend – die schnellen Jungs von Borussia Dortmund (235) gefoult.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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