• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Ist die 50+1-Regel gut für den deutschen Fußball?

24.03.2018

Oldenburg Die sogenannte 50+1-Regel verhindert bislang, dass Investoren deutsche Fußballclubs mehrheitlich übernehmen können. Ist diese Regel sinnvoll – oder verhindert sie, dass die deutschen Vereine den Anschluss gegenüber den großen Clubs etwa aus England verlieren? Sportredakteur Lars Blancke und Politikredakteur Hans Begerow sind unterschiedlicher Ansicht.

Pro: Investoren sind kein Patentrezept

von Lars Blancke

Lars Blancke

Der uneingeschränkte Einstieg von Investoren würde die Schere im deutschen Profifußball viel zu weit öffnen. Selbst wenn 50+1 fällt – würden gewachsene Clubs wie der SC Freiburg, Mainz 05 oder SV Werder, die trotz aller Kommerzialisierung von Fans und Zusammenhalt im Verein leben, ihre Stimmenmehrheit an Geldgeber verkaufen? Ich denke nicht. Trotz aller Kommerzialisierung sind die Fans zudem ein entscheidender Teil dieser Vereine. Der FC Bayern dagegen könnte minimale Anteile für teures Geld veräußern und sich noch weiter entfernen.

Dass Investoren kein Patentrezept für Erfolg sind, zeigen Beispiele wie der Hamburger SV sowie 1860 München. Und wollen wir wirklich Zustände, wie in der Premier League, nur um international vorn mitzuspielen? Wer nämlich mal auf die Insel schaut, sieht, dass die Fankultur nahezu komplett flöten gegangen ist. Fußballtouristen strömen in die Stadien, Engländer können sich die teuren Tickets kaum mehr leisten. Selbst Clubwappen und Vereinsfarben werden dort von geldgierigen Besitzern verändert.

Wollen Sie Werder Bremen bald in Rot spielen sehen?

Den Autor erreichen Sie hier

Contra: Irrtum der Fußballromantiker

von Hans Begerow

Hans Begerow

Geld schießt Tore, so ist das nun einmal. Und Fußballvereine, die Erfolg haben wollen, sind auf Geld angewiesen. Die 50+1-Regel, die den mehrheitlichen Besitz von Investoren bei „traditionellen“ Fußballvereinen ausschließt, gehört auf den Müll.

Die Befürworter dieser marktfeindlichen Regel sind Fußballromantiker. Dabei ist der Profi-Fußball längst so kommerzialisiert, dass die Vereine, um dauerhaft höchste Leistung zu zeigen, auf Investoren angewiesen sind. Anders als in England, wo das Bezahlfernsehen (etwas günstiger als in Deutschland) den Vereinen Milliarden Pfund garantieren kann, fremdeln die deutschen Vereine, weil sie Fanproteste fürchten. Das ist heuchlerisch, weil sie sehr wohl wissen, dass mit Investoren ein planmäßiger Aufbau oder ein dauerhafter Verbleib in der Spitzengruppe einfacher wäre. Ein Allheilmittel sind Investoren freilich nicht, wie man am Beispiel 1860 München sehen kann.

Den Autor erreichen Sie hier

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2033
Hans Begerow Leitung / Politik/Region
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2091
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.