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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Vom harten Hunt und ,Junos’ Lehrstunde

15.05.2019

Oldenburg Wenn es einen Fachmann für dieses Spiel gibt, dann ihn: Nils Frenzel. Nicht nur, weil der Kapitän des Fußball-Regionalligisten VfL Oldenburg von klein auf Fan des SV Werder ist. Der 29-Jährige, der seine komplette Laufbahn im Herrenbereich für den VfL spielt, hat durch die immer intensivere Verbindung der beiden Vereine schon so seine Erfahrungen gemacht. Fünfmal haben die Bremer seit der Jahrtausendwende im Marschwegstadion gegen den VfL getestet, die letzten drei Male stand Frenzel auf dem Platz. Wenn die beiden Teams am Montag, 20. Mai (18.15 Uhr), erneut aufeinandertreffen, wird es also schon Frenzels vierte Partie gegen Werder sein. Als die NWZ nachfragte, erzählte Frenzel ein paar Anekdoten.

2010: VfL - Werder 1:16

Beim 0:6 im Jahr 2007 und 0:5 im Jahr 2008 gegen Werder spielte Frenzel noch in der VfL-Jugend, sein erstes Testspiel gegen die Bremer bestritt er also als 20-Jähriger am 21. Mai 2010 vor 3600 Zuschauern im Marschwegstadion. Der VfL war gerade aus der Oberliga abgestiegen, die Bremer um Trainer Thomas Schaaf hatten sechs Tage zuvor das Pokalfinale gegen den FC Bayern mit 0:4 verloren.

Hier gibt es Karten im Vorverkauf

Karten für das Testspiel von Werder Bremen beim VfL Oldenburg am 20. Mai (18.15 Uhr(Marschwegstadion) gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen des VfL. Das sind die Geschäftsstelle und die Sportskneipe am Hans-Prull-Stadion (Rebenstraße/Alexanderstraße), „Sport Duwe“ (Edewechter Landstraße), „Dellas Optik“ in Ofenerdiek sowie „hifi & hifi“ am Haseler Weg. Zudem gibt es Tickets unter

    www.nordwest-ticket.de

„Werders Truppe war gespickt mit klangvollen Namen. Pizarro, Rosenberg, Naldo, Frings, Borowski, Hunt. Sie haben Vollgas nach vorn gespielt“, erzählt Frenzel, der damals im defensiven Mittelfeld agierte. „Mitte der zweiten Halbzeit“, erinnert er sich lachend, „habe ich Aaron Hunt um etwas Nachsicht und weniger Tempo gebeten. Er hat mir als Antwort nur seinen GPS-Gürtel gezeigt und mir damit zu verstehen gegeben, dass er sich weiter bewegen muss.“

Bei Werders 16:1-Erfolg erzielte unter anderem Sandro Wagner, der ansonsten eine glücklose Zeit an der Weser durchlebte, drei Treffer. „Bei uns wird diesbezüglich heute noch von seinem besten Auftritt im grün-weißen Dress gewitzelt“, sagt Frenzel, der noch eine weitere Erinnerung mit der Partie verbindet. „Als Naldo und Prödl neben mir zum Kopfball hochstiegen, wurde es ganz schön dunkel“, sagt er schmunzelnd über die beiden baumlangen früheren Bremer Innenverteidiger.

2013: VfL - Werder 0:6

„Es hat deutlich mehr Spaß gemacht als vor drei Jahren. Wir sind selbstbewusster geworden und haben das gut gemacht“, kommt Frenzel am 22. Mai 2013 in der NWZ kurz nach dem Spiel zu einem zufriedenen Fazit. Die Bremer um Clemens Fritz, Zlatko Junuzovic, Felix Kroos, Theodor Gebre Selassie und Philipp Bargfrede tun sich gegen den damaligen Oberligisten richtig schwer, führen bis zur 62 Minute nur mit 1:0. „Es regnete in Strömen“, ruft Frenzel sich ins Gedächtnis. Deswegen kamen auch nur 2200 Zuschauer ins Marschwegstadion. Das rutschige Geläuf hatte Folgen. „Nach zwei Minuten habe ich bei einer Grätsche Junuzovic recht rüde von den Beinen geholt. Das fanden die anderen Werder-Spieler weniger witzig“, erzählt der VfL-Kapitän, der anschließend auf dem Platz die ganz persönliche Rache des Österreichers bekam. „Juno ist zwar ohne zu murren aufgestanden. Er hat sich dafür aber anschließend in einem bedeutungslosen Testspiel dermaßen viel bewegt, dass ich als direkter Gegenspieler zur Pause völlig platt war.“

Diskutiert wurde damals auf den Rängen vor allem über die Bremer Trainerbank. Dort saß nach der Trennung von Thomas Schaaf interimsweise Wolfgang Rolff. Der damalige Sportchef Thomas Eichin war nicht in Oldenburg, weil er mit dem Trainer-Scouting beschäftigt war. Spekuliert wurde in der NWZ über Markus Weinzierl oder Peter Stöger als Nachfolger – letztlich wurde es Robin Dutt.

2014: VfL - Werder 1:11

Diesmal trifft der VfL, der weiter in der fünftklassigen Oberliga spielt, am 29. Juni 2014 vor dem Saisonstart auf die Bremer, die unter anderem mit Franco di Santo, Santiago Garcia, Nils Petersen, Mehmet Ekici, Junuzovic, Gebre Selassie, Davie Selke und Eljero Elia nach Oldenburg kommen. „Wir gehen zu Beginn mit 1:0 in Führung, Kai Schröder vollstreckt eiskalt – wie nie zuvor“, denkt Frenzel an das Tor des Stürmers nach nur vier Minuten. Danach drehen die jungen Bremer richtig auf, führen zur Pause 4:1 und siegen letztlich 11:1. „Nils Petersen und Franco di Santo haben gut genetzt, die beiden waren ungemein beweglich und robust zugleich“, berichtet Frenzel über seine beiden Gegenspieler, die jeweils vor der Pause doppelt treffen.

Und heute?

Der VfL-Kapitän freut sich auf sein viertes Duell mit den Bremern – auch, weil sein Herzensverein aktuell im Aufwind ist. „Seit vielen Jahren hat es Werder geschafft, eine relativ konstante Saison zu spielen und sich dabei treu zu bleiben: stets offensiv und mutig zu agieren. So macht Werder Spaß.“ Die Bremer, die am Samstag (15.30 Uhr) gegen RB Leipzig um den Europapokalplatz sieben kämpfen, wollen ihre Saison danach in Oldenburg ausklingen lassen und sich ihren vielen Fans im Nordwesten noch einmal präsentieren. Alle Stars sollen mit nach Oldenburg kommen.

„Der Einbau junger Talente funktioniert ebenso wie das Festhalten an etablierten Spielern. Ich hoffe, dass Werder den Kern der Mannschaft zusammenhalten kann“, sagt Frenzel, der mit dem VfL nach einem Jahr in der Regionalliga Nord zurück in die Oberliga absteigt. „Wir haben in dieser Saison schon genug Gegentore bekommen, von daher erhoffe ich mir wenige gegen Werder“, sagt der 29-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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