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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Kohfeldt verteilt trotz Fehlstarts viel Lob

26.08.2019

Sinsheim /Bremen Florian Kohfeldt verteilte ein Kompliment nach dem anderen, als hätte seine Mannschaft gerade die TSG Hoffenheim aus ihrem Stadion gefegt. Dem war aber mitnichten so: Werder Bremen hat mit dem 2:3 (0:1) und der zweiten Niederlage seinen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga vollends vermasselt. Der DFB-Trainer des Jahres 2018 sagte am Samstag aber: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob machen für die Leidenschaft, für die Qualität, mit der sie gespielt hat. Das war schon sehr gut.“

Wer wird sich denn nach zwei von 34 Spieltagen verrückt machen lassen? Nicht der selbstbewusste Kohfeldt: „Großes Kompliment grundsätzlich an meine Jungs, wie sie spielen. Ich bin mir ganz sicher, dass dieser Weg belohnt wird und wir in naher Zukunft Punkte holen.“

Dabei hatte sein Team schon gegen Fortuna Düsseldorf (1:3) drei Gegentore kassiert und traf nun auf eine Hoffenheimer Mannschaft, die nach den Abgängen von Coach Julian Nagelsmann und zahlreichen Leistungsträgern noch tief in der Findungsphase steckt. Genau wie für Kohfeldt brachte das aber auch Sportchef Frank Baumann nicht aus der Ruhe. „Es gibt keinen Grund, panisch zu werden und verrückte Dinge zu machen“, sagte er und betonte, dass er „100 Prozent von der Mannschaft überzeugt“ sei: „Es ist eine schwierige Phase, aber wir werden das annehmen. Natürlich sind wir nun gefordert, den ersten Dreier zu holen.“

Gegen harmlose Hoffenheimer hatte in der ersten Halbzeit nur Niclas Füllkrug, Ersatz für den verletzten Milot Rashica, per Kopf getroffen (42. Minute). Ermin Bicakcic (54.) und Ihlas Bebou (59.) drehten überraschend die Partie. Nach der unnötigen Gelb-Roten-Karte für Johannes Eggestein (77.) erzielte Yuya Osako den Ausgleich (81.) – ehe Pavel Kaderabek (87.) den Sieg Hoffenheims perfekt machte.

Ömer Toprak war da schon lange nicht mehr dabei. Der Ex-Dortmunder humpelte bereits nach einer guten Viertelstunde mit einer Wadenverletzung vom Platz. Er war bereits gegen Düsseldorf angeschlagen ausgewechselt worden und fällt gegen Augsburg am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) wohl aus. Die Verteidiger Toprak, Milos Veljkovic, Ludwig Augustinsson und Sebastian Langkamp sind allesamt verletzt, dazu Rashica (verletzt) und Johannes Eggestein (gesperrt) auch nicht dabei: Werders Personallage verschärft sich immer mehr. „Am liebsten würde ich den Jungs sagen, passt auf, wenn ihr über die Straße lauft. Gerade habe ich das Gefühl, sie könnten sich auch verletzen, wenn sie aus dem Bus steigen. Wir sind personell am Limit“, stellte Kohfeldt fest.

Vielleicht griff er auch deshalb zu den verbalen Streicheleinheiten. Ärgern taten ihn vor allem die einfachen Gegentreffer: „Zwei Gegentore nach Standards zu bekommen, das darf nicht passieren.“ Zweimal schlug es nach Ecken ein, Niklas Moisander und Marco Friedl machten eine unglückliche Figur. „Ich weiß, dass wir Probleme haben, aber ich glaube an diesen Weg. Wir bringen uns selbst um den Lohn“, sagte Nuri Sahin und fügte etwas verzagter hinzu: „Ich hoffe, dass wir nach dem Spiel gegen Augsburg mit drei Punkte in die Länderspiel-Pause gehen.“ Kevin Möhwald erklärte: „Wir werden weiter an unseren Fußball glauben.“

Die beiden Mittelfeldspieler werden in Nabil Bentaleb künftig wohl Konkurrenz bekommen. Die Bremer bestätigten am Samstag Gespräche mit dem Algerier, der von Schalke 04 zunächst ausgeliehen werden soll, und der selbst großes Interesse an einem Wechsel an die Weser haben soll. „Er ist ein Spieler von einer Qualität, die wir sonst nicht bekommen können, sondern nur in Sondersituationen“, schwärmte Kohfeldt. Baumann bekräftigte das Interesse, machte aber deutlich, dass „noch nichts entschieden“ ist: „Wenn es nicht klappt, muss man entscheiden, ob man etwas anderes macht – oder eben auf der Position gar nichts macht.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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