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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

So tickt Werders neue Nummer eins

14.07.2017

Zell Am Ziller „Rechts ist frei“, rief Jiri Pavlenka auf deutsch, als Jesper Verlaat am Mittwoch im Parkstadion von Zell am Ziller bei Werder Bremens Testspiel gegen die Wolverhampton Wanderers (0:1) eine Anspielstation suchte. Pavlenka müsse sich schnell verständigen können, hatte Verteidiger Niklas Moisander vom neuen Torwart der Grün-Weißen gefordert, und der Tscheche scheint dies zu beherzigen. „Jiri arbeitet hier im Trainingslager auf dem Zimmer auch für sich alleine an der deutschen Sprache“, sagt Christian Vander, der Torwart-Trainer des Fußball-Bundesligisten.

Baumann plant mit Junuzovic und Kruse

Zlatko Junuzovic (29) wird definitiv auch in der neuen Saison für Werder spielen. Das erklärte Sportchef Frank Baumann. Der österreichische Mittelfeldspieler hatte zuletzt ein klares Bekenntnis zu Werder vermieden. Auch im Falle von Max Kruse (29) rechnet Baumann mit einem Verbleib. Im Fußball könne man „natürlich nie alles ausschließen“, meinte Baumann weiter: „Aber wir gehen sehr stark davon aus, dass er bleibt.“ Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung kann Kruse den Club in diesem Sommer für 15 Millionen Euro Ablöse verlassen. Demnach habe Werder versucht, dem Angreifer diese Klausel für drei Millionen Euro abzukaufen, was Kruse abgelehnt habe.

Aktuell läuft die Kommunikation allerdings noch weitestgehend über Landsmann Jaroslav Drobny, der hinter Michael Zetterer als dritter Torwart im Tross auch eine Dolmetscher-Funktion innehat. Im Training versucht Vander aber besonders mittels Grafiken aufzuzeigen, welche Spielphilosophie Pavlenka bei Werder verinnerlichen muss. „Slavia Prag bevorzugt den langen Ball auf einen Zielspieler. Unsere Art der Spieleröffnung kennt Jiri nicht. Auf ihn und uns wartet daher bis zum Saisonstart schon noch Arbeit“, sagt Vander.

Wen also hat Werder da überhaupt und für viele Beobachter eigentlich auch ohne Not anstelle von Felix Wiedwald zwischen die Pfosten gestellt? Dass ein Fußballer erst im Alter von 25 Jahren ein Angebot aus einer europäischen Spitzenliga erhält, lässt dessen Qualitäten hinterfragen – zumal Pavlenka bei der U-21-EM 2015 hinter Tomas Koubek ohne Einsatz geblieben war.

„Die tschechische Liga bringt mich nicht mehr weiter. Ich muss noch reifen“, sagt Pavlenka selbst. Der 1,96 Meter große Schlussmann aus dem unweit der polnischen Grenze gelegenen Örtchen Hlucin deutete gegen Wolverhampton an, dass er Werder helfen kann. Ohne seine drei Paraden hätte das Team von Trainer Alexander Nouri schon zur Pause 0:3 zurückgelegen.

„Auf der Linie und im Eins-gegen-eins ist er stark. Dank seiner enormen Spannweite kann er das Tor für gegnerische Angreifer sehr, sehr klein machen“, sagt Radek Cerny, Torwart-Trainer von Meister Slavia Prag. Zudem besitze Pavlenka Mentalität wie Wille, sich zu verbessern.

Diese Plattform soll ihm Werder bieten, wo seine Verpflichtung für rund drei Millionen Euro Ablöse zwei Dinge aufdeckt: Die Chemie zwischen Wiedwald und Trainer Nouri hat offenbar nicht gestimmt – und Werder konnte sich bei der Torwart-Personalie finanziell wenig strecken. Schließlich war René Adler nach seinem Weggang vom Hamburger SV zu haben – Vander jedoch ließ durchblicken, dass Mainz 05 dem Ex-Nationaltorhüter nun ein höheres Gehalt zahlt, als Werder dies konnte oder wollte. Vielleicht wollte Werder aber auch nur den Fehler von 2001 nicht wiederholen. Damals waren 600 000 Euro Ablöse für einen im Probetraining weilenden Tschechen zu viel. Sein Name: Petr Cech.

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