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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Unangenehm, unberechenbar, unansehnlich: Das sind die Schlüsse aus Werders Hinrunde

21.01.2021

Bremen Das Ende einer corona-bedingt ungewöhnlichen Hinrunde hätte unglücklicher kaum laufen. Werder Bremen zeigte bei Borussia Mönchengladbach eine seiner besten Leistungen der Saison, stand defensiv gut und hatte mehrere klare Torchancen – brachte sich aber um den Lohn und verlor durch ein Standard-Gegentor mit 0:1. Das Spiel am Niederrhein diente ganz gut als Spiegelbild der Hinrunde. Drei Schlüsse aus den ersten 17 Spielen: Werder in der Saison 2020/21 ist unangenehm, oft unberechenbar, aber unansehnlich.

1. Werder ist unangenehm

– und das ist positiv. Außer beim 1:4 gegen Hertha BSC am 1. Spieltag, bei dem die Verunsicherung aus der Fast-Abstiegs-Saison noch in den Köpfen steckte, hat es Werder keinem Gegner leicht gemacht, gegen sie zu gewinnen. Trainer Florian Kohfeldt betont stets, dass es nach dem Umbruch im Sommer nicht um „Schönspielerei“ geht. In Bremen hat Pragmatismus und Realismus Einzug gehalten. „Auch heute waren wir ein ekliger Gegner“, brachte es Mittelfeldmann Kevin Möhwald nach dem 0:1 in Gladbach auf den Punkt. Werder verteidigt in der Regel mit einer Fünferkette und drei Mittelfeldspielern davor. Neue Gesichter wie Jean-Manuel Mbom (20), Romano Schmid (20) und zuletzt auch Felix Agu (21) haben sich etabliert und stehen für den (finanziell notgedrungenen) Werder-Weg, vermehrt auf Talente zu setzen. „Wir haben viele junge Stammspieler. Da hatten wir einen schweren Start, weil wir nicht wussten, wie sie auf Bundesliga-Niveau reagieren. Aber sie haben reingefunden“, bilanzierte Kohfeldt am späten Dienstagabend.

2. Werder ist unberechenbar

– und das ist manchmal positiv, manchmal negativ. Es gab bemerkenswert gute Ergebnisse wie bei Bayern München und Bayer Leverkusen (beide 1:1) – in beiden Partien war sogar ein Sieg drin. Und es gab außergewöhnlich schlechte Auftritte vor allem zuhause wie gegen Köln (1:1) oder Union Berlin (0:2). Defensiv tritt Werder zwar oft stabil auf, insgesamt sind die Leistungen aber noch zu instabil, um sich komplett aus der Abstiegszone zu befreien. Vier Siege, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen lautet die durchschnittliche Bremer Bilanz, die zu Platz 13 reicht. „Wir haben unter sehr schwierigen Bedingungen eine mindestens solide Hinrunde gespielt, aber der Abstand nach unten ist noch nicht groß. Diesen Abstand müssen wir verteidigen“, betonte Kohfeldt.

3. Werder ist unansehnlich

und das ist negativ. Als Fußballfan muss man bei den Bremer Spielen schon sehr geduldig oder ein ausgewiesener Taktik-Nerd sein. In erster Linie geht es Trainer Kohfeldt in dieser Saison darum, den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und hinten eben gut zu stehen. Sobald Werder allerdings selbst im Ballbesitz ist und der Gegner Zeit hatte, sich zu stellen, wird es ganz zäh. Die Verteidiger wie Ömer Toprak oder Milos Veljkovic sind starke Zweikämpfer – im Spielaufbau aber haben sie große Schwächen. Die Qualitäten der Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein, Kevin Möhwald, Mbom oder auch des aktuell verletzten Christian Groß liegen im laufen, kämpfen, kratzen, beißen. Öffnende Pässe in die Tiefe spielen sie nicht. Werder wirkt im Ballbesitz dann oft statisch und ideenlos. Vorne müht sich Joshua Sargent ab, geht weite Wege, ist aber für einen Stürmer zu ungefährlich (1 Tor). Sein Partner im Angriff wechselt ständig – ob durch Verletzungen oder Formkrisen. Kontinuität und Automatismen in den Abläufen fehlen damit. Werders Angriffsidee besteht daraus, auf einen Ballverlust oder Fehler des Gegners zu warten und dann schnell umzuschalten. Das klappt in dieser Saison hin und wieder gut. Ansehnlich ist es aber nicht.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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