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Werder hält an Kohfeldt fest Das brachten Trainerwechsel bei den Abstiegsrivalen

Bremen - Am Dienstag tat Florian Kohfeldt wieder das, was für ihn seit dreieinhalb Jahren Normalität ist. Der 38-Jährige leitete das Training von Werder Bremen, nachdem ihm der Verein trotz der Talfahrt mit sieben Niederlagen in Serie am Montagabend abermals das Vertrauen ausgesprochen hatte. Der Ton wird dabei jedoch rauer, viele gehen nach den Aussagen von Sportchef Frank Baumann („Wir geben keine Garantie für einen längeren Zeitraum“) von einem persönlichen Endspiel für Kohfeldt an diesem Freitag (20.30 Uhr/ARD) im Halbfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig aus. Gewinnen muss er gegen den hohen Favoriten aus Sachsen nicht, aber ein anderes Gesicht müssen Trainer und Team zeigen, betonte Baumann. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga sind die Bremer derweil die einzige Mannschaft, die den Coach noch nicht gewechselt hat. Was haben die Trainer-Tausche bei den Rivalen gebracht?

Mainz 05

Beim Tabellenzwölften (34 Punkte) steht schon der dritte Trainer in dieser Saison an der Seitenlinie. Achim Beierlorzer und Jan-Moritz Lichte scheiterten sehr früh, sodass Bo Svensson bereits am 14. Spieltag als dritter Coach übernahm – zu diesem Zeitpunkt hatte Mainz nur sechs Zähler auf dem Konto. Es folgte eine beeindruckende, nicht für möglich gehaltene Serie. Mainz ist die fünftbeste Rückrundenmannschaft der Liga, ist seit sieben Spielen unbesiegt und gewann zuletzt in Bremen (1:0) und gegen Bayern München (2:1). Erfolgreicher kann ein Trainerwechsel kaum sein.

FC Augsburg

Der Tabellen-13. war der Verein, der sich neben Werder am tapfersten gegen einen Wechsel wehrte. Am Montag entschieden die Fuggerstädter, Heiko Herrlich freizustellen und Markus Weinzierl zurückzuholen. Was das bringt, ist offen. Augsburg erwartet am vorletzten Spieltag noch Werder.

Arminia Bielefeld

Die Arminia steht punktgleich mit Werder (beide 30) auf Platz 15 und hat durch den Trainerwechsel profitiert. 22 Spieltage lang hielt der Club an Aufstiegstrainer Uwe Neuhaus fest. Er holte 0,78 Punkte im Schnitt und stand mit dem Team auf Rang 16. Dann folgte Frank Kramer. Zwar hat sich Bielefeld seitdem nur um einen Rang verbessert, aber der Punkteschnitt Kramers liegt bei 1,33 und ist damit deutlich besser.

1. FC Köln

Friedhelm Funkel kam aus der Rente, um den FC zu retten – und ist auf dem besten Weg, das auch zu schaffen. Mit Markus Gisdol standen die Kölner nach 28 Spielen und 23 Punkten auf dem vorletzten Platz. Funkel holte zwei Siege in drei Partien, überraschte RB Leipzig (2:1) und siegte in Augsburg (3:2). Die Kölner sind nun schon 16. – Tendenz steigend. Der Trainertausch hat sich erst einmal ausgezahlt.

Hertha BSC

Mit großen Ambitionen unter Trainer Bruno Labbadia ging die Hertha in die Saison. Nach 18 Spielen mit 17 Punkten musste er auf Platz 14 liegend gehen. Es übernahm Pal Dardai. Im Punkteschnitt wirkte sich das nicht positiv aus. Unter Dardai holte Berlin 0,90 Zähler pro Spiel, unter Labbadia 0,94. Aber: Dardai hatte die großen Namen der Liga schon als Gegner, hat corona-bedingt noch drei Nachholspiele und ein lösbares Restprogramm. Die auf Platz 17 abgerutschte Hertha (26 Punkte) muss aufgrund des verzerrten Tabellenbildes zwar aufholen, hat aber alles in eigener Hand.

Schalke 04

David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens, Christian Gross und Dimitrios Grammozis waren bzw. sind in dieser Saison Coach der Königsblauen. Die Schalker sind das absolute Negativbeispiel, wie man nicht mit Trainern umgehen sollte – und werden mit dem Abstieg dafür bestraft.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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